Bürgeraktion Eisenhafengrund sucht gemeinsam mit dem AfA nach einer Lösung

Wie wird in Karlsruhe mit dem Biomüll zukünftig verfahren? Foto: cg

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Bürgeraktion Eisenhafengrund versucht in mehreren Gesprächen mit dem Amt für Abfallwirtschaft (AfA) eine gemeinsame, kosten- und flächensparende Lösung für die Behandlung des Bioabfalls zu finden.

Nachdem die Bürgeraktion Eisenhafengrund verschiedene Bioabfallbehandlungsanlagen besichtigt hat, finden nun Gespräche mit dem Amt für Abfallwirtschaft statt. Das Ziel der Bürgeraktion ist, gemeinsam eine kostengünstige Lösung ohne zusätzlichen Flächenverbrauch im Eisenhafengrund zu finden. Anschließend sollen noch die Punkte, wie beispielsweise ökologisch und ökonomisch günstigere Standorte aufgrund der LKW-Belastung, die rechtliche Situation und die Gebühren besprochen werden.

Der Bürgeraktion wurde in mehreren Gesprächen zugesichert, das zukünftige Verfahren und der Standort wären noch „offen“. Bekanntlich favorisiert die Bürgeraktion die Sanierung der bestehenden Nassvergärung im Eisenhafengrund, da hierfür kein weiterer Flächenverbrauch erforderlich ist und die Kosten sich auf höchstens 4 Mio. € belaufen. Das AfA plant hingegen schon mehrere Jahre eine Trockenvergärungsanlage im Quellgebiet des Eisenhafengrunds mit großem Flächenverbrauch, einer riesigen neuen Halle und einem Investitionsaufwand von weit über 20 Mio. €.

Beim letzten Gespräch wollte nun die Bürgeraktion einen Vergleich der beiden Verfahren bezüglich Investitionskosten, Gasausbeute, notwendige LKW-Fahrten und Flächenverbrauch anstellen. Laut Expertenauskunft sind nicht nur die Investitionskosten bei der Sanierung der Nassvergärung weitaus geringer, auch die Gasausbeute ist bei Nassvergärung um ca. 30 % höher, keine Zusatzstoffe (30 % Grünschnitt zusätzlich beim Trockenverfahren erforderlich) werden benötigt, weniger LKW-Fuhren sind erforderlich.

Umso überraschter war man, als das Amt ausführte, es werden nur die Trockenvergärungsanlage und der Standort Eisenhafengrund geplant. Für die Planung der Sanierung der bestehenden Nassvergärung läge kein Auftrag vor. Im Sommer würde man die Ergebnisse ihrer Planung dem Gemeinderat vorlegen und dann wäre das Verfahren immer noch offen. Ob nach einer Planung nur für das Trockenverfahren, die weit über 1 Mio. € gekostet hat, dann noch das Verfahren „offen“ ist, bezweifelt die Bürgeraktion. Sie wird weiterhin auf belastbare Zahlen beider Verfahren bestehen.

Die Bürgeraktion Eisenhafengrund lädt alle Bürger zu einer Begehung des Eisenhafengrundes am Samstag, den 02. Februar 2013 ein. Treffpunkt ist um 14.00 Uhr am Parkplatz der Schönstadtkapelle im Eisenhafengrund 7.

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