Bürgeraktion Eisenhafengrund besuchte Anlage in Ringsheim

Wie wird in Karlsruhe mit dem Biomüll zukünftig verfahren? Foto: cg

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Pressemitteilung der Bürgeraktion Eisenhafengrund vom 7. September 2013.

Die Bürgeraktion Eisenhafengrund wurde von der CDU-Gemeideratsfraktion zur Besichtigung der MBA-Anlage (Mechanisch-biologische Abfallbehandlungsanlage) in Ringsheim am 29. August 2013 eingeladen.

Die Lage, Außenanlagen, Gebäude, Hallen usw. der MBA-Anlage in Ringsheim sind beeindruckend:

  • Hier werden 110.000 t Haus- und Biomüll der Landkreise Emmendingen und Ortenau behandelt.
  • Es findet keine Trennung von Rest- und Biomüll statt!! Vergoren wird der gesamte Müll. Der Kompost und andere Bestandteile werden zu Brennstoff verarbeitet, der Braunkohlequalität hat. Dieser Brennstoff wird in der Zement- und Papierindustrie als Energieträger verwendet.
  • Der Betrieb ist aufgrund der Einhausung geruchsfrei und sauber.
  • Die Kosten der Vergärung liegen bei ca. 70 €/t.

Würden Dezernat 5 und das Amt für Abfallwirtschaft eine solche Anlage in Karlsruhe bauen, beliefe sich alleine die Kostenersparnis für das gemeinsamte Einsammeln von Restmüll und Biomüll auf ca. 3 Mio. € pro Jahr.

Ein weiterer Vorteil einer solchen Anlage, auch für Karlsruhe, wäre, dass der Müllexport von Karlsruhe nach Mannheim und anderswo entfallen würde.

Die benötigte Fläche würde in Karlsruhe ca. 30.000 qm betragen. Die Bürgeraktion Eisenhafengrund hat dem Dezernat 5 im Oktober 2012 die zum Preis von 3 Mio. € zum Verkauf anstehende Bundesbahnbrache in der Maybachstraße als Standort für eine MBA-Anlage vorgeschlagen. Noch im Oktober 2012 gab es keinen Bebauungsplan für dieses Areal. Stadtplanungsamt und Bahn waren damals damit beschäftigt. Die Infrastruktur wäre aufgrund der Anfahrt über Südtangente und Ottostraße von allen Richtungen her optimal, ohne Wohngebiete zu belästigen, wie es vom „Grünen“ Dezernat 5 in und durch Durlach noch gnadenlos geplant ist.

Der einzige Nachteil des MBA-Verfahren ist, dass das „Neue Kreislaufwirtschaftsgesetz“ und die Ideologie der „GRÜNEN“ die Trennung von Rest- und Biomüll gebieten, auch wenn die Kosten doppelt so hoch sind und die erzielte CO₂-Ersparnis wesentlich geringer ist.

An Erkenntnis hat die Bürgeraktion gewonnen, dass bei der geplanten Trockenbiomüllvergärung in Karlsruhe eine Kostenexplosion vorhersehbar ist. Durch die von der Bürgeraktion vorgeschlagene alternative Anlage im Industriegebiet in der Maybachstraße ließe sich die Hälfte der Kosten einsparen.

Die Bürgeraktion Eisenhafengrund möchte, wie schon mehrfach vorgetragen, dass die Müllentsorgung in Karlsruhe derart reformiert wird, dass die Kosten sinken. Dies interessiert wohl Teile des Gemeinderates deshalb nicht, weil die Kosten für die Müllverarbeitung gar nicht den städtischen Haushalt belasten, sondern jährlich direkt auf die Bürger über die Müllgebühren umgelegt werden. Vielleicht spielen aber in Karlsruhe auch ganz andere Dinge hinter den gemeinderätlichen Kulissen die entscheidende Rolle.

Eine Anlage wie die MBA-Anlage von Ringsheim würde die Lebensqualität aller Bürger in Karlsruhe nicht nur respektieren, sondern steigern und wäre ein finanzielles und ökologisches Highlight für die Müllentsorgung in Karlsruhe.

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