Die Bürgeraktion Eisenhafengrund hat den Lösungansatz gefunden bei der alle Seiten Gewinner sind. Die Stadt spart Millionen Euro, die Bürger werden mit geringeren Müllgebühren belastet und der Eisenhafengrund wird nicht zusätzlich versiegelt!
Inzwischen arbeitet das Amt für Abfallwirtschaft mit dem KIT, Insitut für Ingenieurbiologie, und der Karlsruher Firma AVA-CO2, die die Verkohlung der Stoffe betreibt, zusammen, um eine risikolose Kombination mehrerer Verfahren mit der bestehenden Nassvergärung zu kombinieren.
Die komplette Müllentsorgung in Karlsruhe muss optimiert werden. Die Karlsruher Bürger zahlen die höchsten Müllgebühren gegenüber vergleichbaren Stadt- und Landkreisen. Z.B. kostet eine 120 Liter Restmülltonne in Karlsruhe 360 € im Jahr, im Landkreis Karlsruhe 166 €/Jahr und Ortenaukreis 162 €/Jahr. Bei geschätzten 80.000 Restmülltonnen können über 15 Mio. € Gebühren im Jahr eingespart werden.
Die Bürgeraktion hat neben den Kompostplätzen in Neureut beim Klärwerk und in Durlach am Herdweg zwei weitere mögliche Standorte gefunden, die nun bewertet werden.
Unterlagen für Expertengespräch angefordert
Im November 2012 wird die Bürgeraktion ein Gespräch mit Bürgermeister Stapf und weiteren Experten führen, um ihren, für die Karlsruher Bürger Gewinn bringenden Lösungsansatz, zu erläutern. Von der Stadtverwaltung werden dazu noch folgende Unterlagen angefordert, die nötig sind, um das Gespräch auf gleicher Augenhöhe führen zu können:
- Die Verpflichtung der Stadt zur Wärmeversorgung von 50 Morgen über eine „Wärmesenke“ bzw. über umweltfreundliche Energieerzeugung und die Höhe der Zuschüsse, die das AfA oder die Stadtwerke aus Töpfen der EU erhält
- Die Entscheidungsunterlagen, die zur Auswahl der Trockenvergärungsanlage geführt haben, auch die Kostenvergleiche zwischen Sanierung der Nassvergärung und der neuen geplanten Trockenvergärung
- Die schriftliche Entscheidung für den Standort Eisenhafengrund im Vergleich mit anderen Standorten, dem Klärwerk Neureut und weiteren möglichen Standorten in Karlsruhe, z.B. auf dem Durlacher Kompostplatz am Herdweg
- Die Kalkulation der Kosten für die Trockenvergärungsanlage, die zu der Summe von 16 Mio. € geführt hat.
- Das Umweltverträglichkeitsgutachten von Anfang der 90er Jahre (vermutlich zum Bau der Nassvergärungsanlage)
- Die Baugenehmigung der Nassvergärungsanlage nebst Gutachten, die diese Baugenehmigung ermöglicht haben.