Bürgeraktion Eisenhafengrund besuchte die Abfallbehandlungsanlage in Ringsheim

Die Bürgeraktion beim Besuch in Ringsheim. Foto: pm

Die Bürgeraktion beim Besuch in Ringsheim. Foto: pm

Pressemitteilung der Bürgeraktion vom 6. Oktober 2012 zur Biomüllvergärung im Eisenhafengrund.

Eine Abfallbehandlung zu kostengünstigstem Preis unter Gewinnung von Energie und Rohstoffen ließ sich die Bürgeraktion Eisenhafengrund in Ringsheim am Kahlenberg vorstellen. Es scheint das Modell für die zukünftige Abfallbehandlung zu sein. Hier haben sich der Landkreis Emmendingen und der Ortenaukreis zusammengeschlossen, um optimal den Abfall in Energie und Rohstoffe zu verwandeln.

Über 100.000 Tonnen/Jahr Hausmüll und Biomüll, zusammen eingesammelt in einer Restmülltonne werden zu Brennstoffen, Biogas, Metallen, Mineralstoffen und Wasser verarbeitet. Allein „Wertstoffe im gelben Sack“ (Verpackungen) werden von den Haushalten getrennt gesammelt und von einem bundesweiten Unternehmen anderswo entsorgt.

Alle Anlagen und Förderbänder am Kahlenberg sind eingekapselt. In den Hallen war eine geringe und außerhalb der Halle keine Geruchsbelästigung festzustellen. Das Verfahren wird seit 6 Jahren praktiziert, die Kinderkrankheiten sind behoben. Es gibt keine stinkenden Biotonnen im Sommer mehr, die zusätzlichen Einsammeltouren werden eingespart, ebenso das Reinigen der Biotonnen. Die Kosten pro Tonne Abfallbehandlung sind die günstigsten in Baden: 163 Euro/Tonne kostet die Verarbeitung des gesamten Haus- und Biomülls. In Karlsruhe sind die Kosten derzeit mehr als doppelt so hoch.

Die Abfallbehandlungsanlage hat ca. 50 Millionen Euro gekostet und kann über 100.000 Tonnen Rest- und Biomüll pro Jahr verarbeiten. Die in Karlsruhe geplante Trockenbiovergärungsanlage im Eisenhafengrund soll ca. 18.000 Tonnen, also nur 18 % der Anlage von Ringsheim, verarbeiten. Sie soll nach Angaben vom Dezernat 5 ca. 16 Millionen Euro kosten. Nach den Zahlen, die die Bürgeraktion Eisenhafengrund in anderen Trockenvergärungsanlagen erfahren hat, wird die geplante neue Trockenvergärungsanlage  sehr viel mehr kosten.  Ausgehend von einer Einhausung der Hallen, der Förderbänder und der Unterbringung der Nachrotte, sowie die notwenige Abgasreinigung durch Biofilter und Abgaswäsche, werden die Kosten für dieses Vorhaben bis 40 Millionen Euro betragen. Unberücksichtigt bei diesen Berechnungen ist die seit 1. Mai 2012 laut Gesetz pflichtgemäße Phyto- und Seuchenhygienisierung der Bioabfälle.

Die Bürgeraktion Eisenhafengrund wird die Stadtverwaltung bitten, sich ein Angebot für die Verbringung von 14.000 Tonnen Biomüll pro Jahr nach Ringsheim vom Landratsamt Ortenau und von anderen Vergärungs- und Kompostieranlagen machen zu lassen. Da der Karlsruher Hausmüll derzeit und künftig nach Mannheim gefahren wird, sollte auch hier der Transport keine entscheidende Rolle spielen.

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