Durlach an der Badischen Weinstraße

Gemeinsam soll in Karlsruhe der Wein zum Erlebnis werden. Fotos: cg

Gemeinsam soll in Karlsruhe der Wein zum Erlebnis werden. Fotos: cg

„Karlsruhe an der Badischen Weinstraße – Gemeinsame Möglichkeiten der Vermarktung und Vernetzung“ lautete das Thema des 8. Round Table Tourismus.

Dieser wurde am Mittwoch, 21. September 2016, von der KTG Karlsruhe Tourismus GmbH auf der Turmbergterrasse veranstaltet – ein idealer Ort, befindet man sich dort in direkter Nachbarschaft zum einzigen Weingut auf Karlsruher Gemarkung: dem Staatsweingut-Karlsruhe Durlach. Somit hätte das Thema auch „Durlach an der Badischen Weinstraße“ lauten können, wäre es beim Treffen nicht um viel mehr als um die reine Herstellung des Rebensaftes gegangen.

Wein als Erlebnis: dazu gehören neben dem Genuss auch die Wahrnehmung der Landschaft – sei es zu Fuß, auf dem Rad oder auch per Segway. Abgestimmte Angebote von Hotels, Weinhandlungen oder der Gastronomie sollen zukünftig durch Gäste und Einheimische wahrgenommen werden, so die Idee. Welche Anstrengungen hierfür unternommen werden, wusste Julian Semet, Themenmanager Wein & Kulinarik bei der STG Schwarzwald Tourismus GmbH, zu berichten.

Anfang der 50er Jahre, in wirtschaftlich schwieriger Nachkriegszeit, machte man sich Gedanken, wie man den Badischen Wein, die wunderschöne Vorbergzone des Schwarzwaldes sowie Land und Leute noch bekannter machen könnte. Es wurde die „Badische Weinstraße“ als Marke ins Leben gerufen, die 2014 ihr 60-jähriges Bestehen feierte. Im Rahmen dieses Jubiläums sollte die Ferienstraße durch das Weinland Baden neu aufleben und in das Licht der Öffentlichkeit rücken. Gelungen ist dies durch gezielte Werbemaßnahmen, zu denen unter anderem ein Online-Portal zählt (s. Links). Auch der „MaiWein“ bündelt zahlreiche Events und Aktionen rund um den Badischen Wein im Wonnemonat Mai.

Verlängerung der „Badischen Weinstraße“

Des Weiteren gab es zum Jubiläum auch in Karlsruhe Grund zum Feiern: die „lange Leine“ des badischen Weines wurde von ihrem bisherigen Endpunkt Baden-Baden bis an die nördliche Landesgrenze verlängert und bindet seitdem auch die Stadt Karlsruhe in ihren Verlauf ein. Auf 9,5 Kilometer durchläuft die „Badische Weinstraße“ das Stadtgebiet, worauf 10 Schilder aufmerksam machen. Zum Kraichgau gehörend, baut das Staatsweingut am Turmberg auf rund 8,5 Hektar besonders Weißweine wie Riesling, Auxerrois, Weißburgunder oder Grauburgunder an, aber auch Lemberger und Spätburgunder sind in kleinen Mengen vertreten.

Angeregt wurde im Anschluss an den Vortrag gemeinsam diskutiert. So könnten speziell ausgebildete Weinerlebisführer eingesetzt werden und auch der geplante Radweg der „Badischen Weinstraße“ in vor Ort bestehende Radangebote integriert werden. Letztlich ist aber klar, dass Karlsruhe Weintouristen nicht durch zahlreiche Weingüter wie in Südbaden überzeugen kann, wohl aber durch ein gut vernetztes, kreatives Angebot – daran soll nun gearbeitet werden.

Weitere Informationen

Staastweingut Karlsruhe-Durlach auf Durlacher.de

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