Karlsruhe radelt wieder aufs Siegertreppchen

(v.l.) Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim BMVI, Bürgermeister Klaus Stapf und ADFC-Bundesvorsitzender Ulrich Syberg. Foto: ADFC/Deckbar

(v.l.) Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim BMVI, Bürgermeister Klaus Stapf und ADFC-Bundesvorsitzender Ulrich Syberg. Foto: ADFC/Deckbar

Platz 2 im ADFC-Fahrradklimatest / Bürgermeister Stapf nahm Auszeichnung in Berlin entgegen.

Karlsruhe hatte seinen Ruf als fahrradfreundliche Stadt erfolgreich verteidigt. Im bundesweiten Fahrradklimatest des ADFC belegt die Heimatstadt des Laufraderfinders Drais in der Kategorie der Großstädte über 200.000 Einwohner erneut Platz 2. Im Vergleich zu 2014 gab es bei allen Fragestellungen kaum Veränderungen bei der alten und neuen Fahrradhauptstadt Süddeutschlands (Gesamtbewertung 2016: 3,09; 2014: 3,2). Münster belegt bundesweit nach wie vor den ersten Platz bei starker Verschlechterung der eigenen Gesamtbewertung (3,07).

In Berlin nahm Bürgermeister Klaus Stapf für Karlsruhe im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) am Freitag aus den Händen von ADFC-Bundesvorsitzender Ulrich Syberg und Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim BMVI die Auszeichnung entgegen.

„Konkurrenz belebt das Geschäft – so ist es auch in der Radverkehrsförderung. Der Fahrradklima-Test kann hier gleichermaßen Ansporn und Bestätigung sein“, betonte Erlemann die Bedeutung des „Kundenbarometers“  für die Städte. „Die Auszeichnung ist für die Stadt ein wichtiges Stimmungsbild der Nutzerinnen und Nutzer und zeigt, dass unser Engagement im Radalltag wahrgenommen wird. Das erneut hervorragende Abschneiden bei diesem Zufriedenheits-Test der Radfahrer bestätigt uns, dass wir für das Verkehrsmittel Rad an den richtigen Stellschrauben drehen“, freut sich Bürgermeister Klaus Stapf.

Fast 1.400 Karlsruher beteiligten sich an der Umfrage

Die ADFC-Umfrage für das Städteranking fand im Herbst 2016 zum siebten Mal statt. Mitmachen konnten die konsequenten Allwetterradler ebenso wie solche, die nur bei Schönwetter gelegentlich ihren Drahtesel aus dem Keller holen. Mehr als 120.000 Bürgerinnen und Bürger haben die Situation für Radfahrer in 539 Städten bewertet. Mit 1.384 Karlsruherinnen und Karlsruhern (2014: 905), die in den 27 Fragen ihre Meinung zum Rad-Klima kundgetan haben, gehört Karlsruhe zu den aktivsten Städten im Fahrradklimatest. Und die Auswertung belegt, dass dies auch der städtischen Radförderung bescheinigt wird.

Positiv bewertet wurde die gute Erreichbarkeit des Stadtzentrums. Auch schätzen die Radfahrerinnen und Radfahrer in Karlsruhe, dass viele Einbahnstraßen für Radfahrer geöffnet wurden. Und das gute Angebot öffentlicher Leihräder, das Fächerrad, wurde bei den Stärken ebenso hervorgehoben. Im Vergleich zu ähnlichen Städten finden Radler in Karlsruhe besonders breite (Rad)wege bei guter Oberfläche vor. Und auch durch die Werbung für das Radfahren zeige Karlsruhe seine Fahrradfreundlichkeit.

Bei den Schwächen nannten Teilnehmerinnen und Teilnehmer insbesondere die häufigen Fahrraddiebstähle und die seltenen Falschparkerkontrollen auf Radwegen. Auch die Karlsruher Baustellensituation wurde negativ angeführt und angemahnt, Radfahrende bei der Verkehrsführung an Baustellen vorbei nicht zu vergessen.

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