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In Aue tut sich was

In Aue tut sich was. Grafik: Stadtplanungsamt Karlsruhe

Grafik: Stadtplanungsamt Karlsruhe

Die Bürgergemeinschaft berichtet über den aktuellen Stand der Planungen zum Sanierungsgebiet Durlach Aue.

Im August 2017 konnten sich Vertreter der Arbeitsgemeinschaft Auer Vereine und Kirchengemeinden e.V., der Bürgergemeinschaft Durlach und Aue 1892 e.V. und der AGG „Arbeitsgemeinschaft Aue Gemeinsam Gestalten“ in der BügDA auf Einladung des Stadtplanungsamtes über den aktuellen Stand der Planungen zum Sanierungsgebiet Aue informieren.

Zunächst informierte Stefan Schwartz von der Verkehrsplanung im Stadtplanungsamt über den Stand der Planung zur Gestaltung der Straßen. Geplant sind Mischverkehrsflächen mit Zweirichtungsverkehr. Auf die Option Einbahnstraße wird zunächst aufgrund der damit verbundenen Nachteile verzichtet, wäre aber nachträglich realisierbar.

Je nach zur Verfügung stehender Straßenbreite in den Sanierungsgebieten der Westmark- und Ostmarkstraße, Memeler Straße und Bergstraße sind niveaugleiche Flächen mit einseitigen Parkflächen an der Hauswand, abgesetzten einseitigen Parkflächen mit einseitigen Schutzbereichen für Fußgänger oder beidseitigen Parkflächen geplant (Mischfläche für Straßenbreiten von 7m-8m - Niveaugleicher Ausbau für Straßenbreiten von 7m-12,5m).

In den Mischverkehrsflächen wird voraussichtlich Tempo 20 km/h gelten, sonst Tempo 30 km/h. Die Mischverkehrsflächen werden in Diagonalverlegung gepflastert, um auch die Lärmbelästigung durch den Verkehr auf den Pflasterflächen möglichst zu minimieren.

Wo dies möglich ist, wechselt die Park-Seite bei einseitigen Parkflächen jeweils in den Kreuzungsbereichen. Poller im Abstand von 0,8 m von den Hauswänden sollen das gefahrlose Verlassen von Gebäuden sicherstellen. Hierzu ist vom Stadtplanungsamt der gesamte Haus-Bestand bis hin zu jeder Haus-, Hof- und Garagentüre aufgenommen und die Planung entsprechend detailliert ausgearbeitet worden. Ein Detail, das den mit der Planung verbundenen Aufwand seitens des Stadtplanungsamtes verdeutlicht und die von den Bürgern teilweise wahrgenommenen Zeiten des „Stillstandes“ seit den zum Thema stattgefundenen Veranstaltungen erklärt.

In Bereichen mit ausreichender Straßenbreite wie z.B. in der Stegwiesenstraße wird die Fahrbahn mit beidseitigen Parkflächen ausgebaut. Gehwegparken wird künftig gesamtstädtisch untersagt und ab Ende 2018 geahndet.

Durch den Ausbau werden wenige Parkplätze wegfallen. Um hierfür Ausgleich zu schaffen und den generell hohen Parkdruck in Aue etwas zu mildern, wird die Grenzstraße zwischen Auer Straße und Alter Graben ebenfalls umgestaltet. Der einseitige Grünstreifen wird zugunsten einer Schrägparkierung wie sie bereits in der Auer Straße und am Bankenplatz besteht aufgegeben. Dabei bleibt der aktuelle Baumbestand bestehen. Durch den Ausbau werden ca. 25 neue Parkplätze geschaffen.

Danach berichtete Sybille Rosenberg, im Stadtplanungsamt für die Sanierungsgebiete zuständig, von den Planungen für die Dorfmitte sowie den so genannten Bankenplatz. Auch hier wurden die Wünsche und Anregungen der Bürger vorbildlich umgesetzt und in die Planungen eingearbeitet.

Generell gilt, dass die Stegwiesen unbebaut bleiben sollen und somit der dörfliche Charakter von Aue als „Straßendorf“ mit Freiflächen erhalten bleiben soll. Die Bebauungsgrenze wird an bestehenden Gebäuden ausgerichtet, wobei das alte Schulgebäude eine Sonderstellung einnimmt. Hinter der Feuerwehr könnte ein unter anderem auch ein als Festplatz nutzbarer Parkplatz mit je nach Variante 16-32 Stellplätzen sowie eine vom bestehenden Spielplatz direkt erreichbare Spielwiese entstehen. Alternativ wäre dies auch ein Standort für eine Quartiersgarage.

Durch die Stegwiesen soll ein durchgängiger Rad- und Fußweg entstehen, der eine attraktive und sichere Alternative zu Westmarkstraße und Kärntner Straße darstellt und die dortigen Verkehrsflächen entlastet. Der hierzu notwendige Grundstückserwerb durch die Stadt könnte mittels Flächentausch mit privaten Besitzern von Flächen im Bereich der Stegwiesen ermöglicht werden.

Die entsprechenden Planungen hierfür sowie den niveaugleichen Ausbau des Bankenplatzes mit Platz für die Gastronomie und öffentliche Ruhezonen mit Bänken und eventuell einem Brunnen wurden vorgestellt.

Abschließend äußerten sich die anwesenden Vertreter der Bürgerschaft durchweg sehr positiv über die vorgestellten Planungen, Roger Hamann von der BügDA betonte die gelungene Umsetzung der in den Planungsveranstaltungen festgehaltenen Bürgerwünsche. Christian Sturm, 1. Vorsitzender der Bürgergemeinschaft Durlach und Aue 1892 e.V. begrüßt im Rückblick auf die Veranstaltung den Fortschritt in den Planungen und die offene Kommunikation des Stadtplanungsamtes, nachdem eine im Frühjahr 2017 geplante Informationsveranstaltung der AGG für die Bürger mangels belastbarer neuer Planungsstände nicht stattfinden konnte.

Die Freude auf eine schnelle Umsetzung der Planungen wurde allerdings etwas gebremst. „Sanierungen sind immer langfristige Maßnahmen mit Laufzeiten von 8-10 Jahren plus der Möglichkeit der Verlängerung“ meinte Frau Rosenberg vom Stadtplanungsamt. Insbesondere die Verhandlungen mit privaten Besitzern von Grundstücken, z.B. im Bereich der Stegwiesen, könnten sich langwierig gestalten.

Dennoch – in Aue tut sich was!

Weitere Informationen

Bürgergemeinschaft Durlach und Aue 1892 e.V. auf www.durlacher.de

Arbeitsgemeinschaft Auer Vereine und Kirchengemeinden e.V. auf www.durlacher.de

von buegda veröffentlicht am 13.09.2017

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