„Homo ludens“ – neue Ausstellung im Kunstschaufenster der zettzwo Produzentengalerie

zettzwo. Andreas Ramin, Untitled aus der Serie "Spiel und Sport“, Fotografie, 30 x 30 cm, 2018

zettzwo. Andreas Ramin, Untitled aus der Serie "Spiel und Sport“, Fotografie, 30 x 30 cm, 2018

Der Begriff Homo ludens, der spielende Mensch, wurde durch Johan Huizinga Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts aufgebracht. Er bezeichnet die Funktion des Spiels als kulturbildenden Faktor.

Ursprünglich seien durch Spielen als Grundkategorie menschlichen Verhaltens kulturelle Systeme wie Politik, Wissenschaft und Recht entwickelt worden, die sich erst nach dem „einspielen“ in Regeln und Ritualisierungen instrumentell verfestigten. Bis zur Erstarrung. Auch bei Marcuse findet sich dieser Gedanke als Entfremdung, ausgelöst durch eindimensionale “instrumentelle Vernunft“ der Industriegesellschaften und dem Verlust zweckfreier, spielerischer und ganzheitlich persönlichkeitsbildender Tätigkeiten. Zusammenfassend liegt das Potenzial des Spiels in der Möglichkeit, verfestigte Strukturen zu durchbrechen und Platz für Neues zu schaffen. Welche Bedeutung kommt Homo ludens im Schaffensprozess der Kunst zu? Und ist Homo faber, der handwerklich arbeitende Mensch, dabei der Antagonist oder ergänzen sie sich? Spielt gar der Homo oeconomicus eine Rolle? Insofern spiegeln die Künstlerinnen und Künstler der zettzwo Produzentengalerie das Thema durch ihr Schaffen und in ihrem Selbstverständnis.

  • ab 11. Juni | Stefanie Pietz und Pavel Miguel
  • ab 18. Juni | Vera Holzwarth und Andreas Ramin
  • ab 25. Juni |  Katja Wittemann und Alexander Holzmüller
  • ab 2. Juli | Karin Münch und Wolfgang Kopf

Weitere Informationen

Öffnungszeiten an Samstagen sind online ersichtlich (siehe Links).

zettzwo Produzentengalerie, Zunftstraße 2, 76227 Karlsruhe-Durlach 

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