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Besuch aus Indien im Rathaus

Zu Besuch in Karlsruhe bei OB Dr. Frank Mentrup war Joint Secretary & Mission Director Kunal Kumar vom Ministerium für Wohnungswesen und städtische Angelegenheiten. Foto: jowaka /Stadt Karlsruhe

Austausch über Smart-City-Projekte / OB Mentrup: Vielfältige Anlässe für Partnerschaften

Es ging vergangene Woche um den Austausch in Sachen dynamische Stadtentwicklung und Umsetzung strategischer Ideen – und um die Intention, enger mit Karlsruhe zusammenzuarbeiten. Zu Besuch im Karlsruher Rathaus war Joint Secretary & Mission Director Kunal Kumar vom Ministerium für Wohnungswesen und städtische Angelegenheiten.

„Ein erster Kontakt entstand bei einer Karlsruher Delegationsreise in Sachen Smart City nach Pune“, so Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup. Kumar, der frühere Pune Municipal Commissioner, ist aktuell für die indische Zentralregierung zuständig für das „Smart City-Projekt“ von Premierminister Narendra Modi. „Wir konnten die Gespräche aus Indien nun fortsetzen“, so der Oberbürgermeister: „Jetzt in Karlsruhe, gewissermaßen beim Gegenbesuch.“ Dabei standen auch Gespräche mit der Wirtschaftsförderung und dem Stadtplanungsamt auf der Tagesordnung. Ob Implementierung von Fahrradsystemen, Bikesharing oder wohnortnahe Mobilität zum ÖPNV: „Wir könnten das auch anbinden an das 'City-to-City Pairing' zwischen Nagpur und Karlsruhe“, so Dr. Mentrup: „Denn auch in dieser geförderten Partnerschaft geht es darum, städtische Zukunftsthemen weiter voranzubringen.“

Immerhin belegt die Stadt Pune im Smart City-Programm den zweiten Platz im Staat Maharashtra, mit dem Baden-Württemberg partnerschaftlich verknüpft ist, und kann sich durchaus als Vorreiter für andere Smart Cities sehen. „Wir sind stark daran interessiert, die Netzwerke enger zu knüpfen und zusammenzuarbeiten“, so Kumar, „gerade auch mit Karlsruhe, das erstklassige Lehr- und Forschungseinrichtungen und auch eine gute Start-up-Szene in Sachen Smart City hat.“ Es wäre, global verknüpft und interagierend, eine Vertiefung in Sachen Unternehmertum – bei einer gleichzeitigen Ausweitung der Zusammenarbeit. Mumbai und Pune könnten so über das „India Board Karlsruhe“ und die Wirtschaftsförderung entsprechend mit der TechnologieRegion Karlsruhe vernetzt werden. „Es würde mich freuen, wenn wir diesen Weg weiter beschreiten und intensivieren könnten“, betonte Kumar, der im Rahmen seiner Tätigkeit oft in ganz Indien unterwegs ist, „dabei viele Ansätze sieht, die wir umsetzen möchten.“ Es ist der Sprung über das nationale Netz hinaus: Immerhin unterhält Karlsruhe bereits enge Beziehungen zu Pune und Baden-Württemberg zu Maharashtra.

Kumar war schon als Municipal Commissioner unter anderem für Energieversorgung, Mobilität und andere Aspekte der lokalen Infrastruktur zuständig. „Diese Erfahrung aus Pune ist sehr gut für weitere Projekte – jetzt sogar landesweit“, erklärte Kumar, der auch in Stuttgart zu einer Konferenz weilte: „Städte müssen Innovationen dabei auch fördern. Dies weiter zu vernetzen, kann durch Hochschulen wie das KIT und kreative Start-ups erfolgen – ob in Indien oder in Deutschland.“ Beide Länder stehen vor ähnlichen Herausforderungen. "Ich habe die Entwicklung in vielen Bereichen auch in Karlsruhe verfolgt“, so Kumar: „Da bieten sich auch viele Ansätze für Städte in Indien“ - und genügend Anlässe und Wege für gegenseitige Partnerschaften, wie Dr. Mentrup ergänzte. Im Februar wird, anlässlich der fünfjährigen Partnerschaft, wieder eine Delegation aus Baden-Württemberg mit Karlsruher Beteiligung in Pune und Mumbai sein und weitere Schritte in Sachen konkreter Partnerschaft angehen.

von pia veröffentlicht am

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