. .
Sie sind hier:  Start  >  Neuigkeiten-Archiv  >  Artikel

Hitzetage: Borkenkäfer schädigt Bäume

Buchdrucker (Ips typographicus), damals Fichtenborkenkäfer (Bostrichus typographus) genannt, siebenfach vergrößert; Larve; Puppe. Grafik: Meyers Konversations-Lexikon, 4. Aufl. 1888

Die anhaltend trockene und heiße Witterung hinterlässt im Wald zunehmend Spuren.

Viele Laubbäume werfen vorzeitig ihre Blätter ab, um den Wasserverbrauch zu reduzieren (s. Artikel zum Thema). Stark betroffen sind auch die Fichten in den Karlsruher Wäldern der Vorbergzone. Massiver Befall durch Borkenkäfer, vor allem durch den sogenannten Buchdrucker, verursacht das schnelle Absterben einzelner Bäume und ganzer Baumgruppen, wie das Forstamt mitteilt.

Durch die Trockenheit haben die Bäume keine ausreichende Möglichkeit, den Käferbefall durch verstärkte Harzbildung zu verhindern. Haben sich die Borkenkäfer erst einmal eingebohrt und ihre zahlreichen Eier abgelegt, gibt es für einen Baum keine Rettung mehr. Die Larven des Borkenkäfers entwickeln sich dann zwischen Rinde und Holz und bilden ein typisches "Fraßbild". Durch das Einbohren des Käfers entsteht Bohrmehl, das ähnlich wie Kaffeepulver aussieht. Es fällt herunter und ist dann im Bodenbereich um den Stamm zu sehen. Anschließend fallen Nadeln ab, im oberen Kronenbereich löst sich später die Rinde.

Befallene Bäume müssen gefällt werden

Als einzig mögliche Gegenmaßnahme bleibt der Einschlag der befallenen Bäume – solange die Jungkäfer der neuen Generation noch nicht ausgeflogen sind. Um die Larven und Jungkäfer abzutöten und damit weiteren Befall gesunder Bäume zu verhindern, bleiben nur wenige Möglichkeiten: Entrindung des Holzes von Hand oder maschinell, Behandlung des Holzes mit zugelassenen Insektiziden oder schnelle Abfuhr an Orte, an denen die neue Generation keine Fichten auffindet.

Die Insektizid-Behandlung ist im Stadtgebiet Karlsruhe ausgeschlossen, deshalb wird befallenes Holz in die Laubwälder transportiert und dort bis zum Verkauf gelagert. Da derzeit überall im Land und auch in anderen Bundesländern erhebliche Borkenkäferprobleme bestehen, sind momentan die Verkaufs- und Abfuhrmöglichkeiten extrem begrenzt. Das Forstamt bittet um Verständnis, wenn jetzt vom Borkenkäfer befallene Fichten aufgearbeitet werden. Sind die Jungkäfer der neuen Generation bereits ausgeflogen, bleiben die toten Bäume erst einmal noch stehen. Von ihnen geht keine Gefahr mehr aus.

Mittelfristig werden die Fichten in den Karlsruher Wäldern verschwinden, denn der Klimawandel ermöglicht der Baumart hier keine Überlebenschance mehr.

von pia veröffentlicht am

Aktuelle TOP-Themen auf Durlacher.de

Grüne nominieren Frank Mentrup als OB-Kandidaten

Die Grünen Karlsruhe haben in ihrer Mitgliederversammlung am 19. Februar 2020 den amtierenden Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup erneut als ihren...

Fastnachtsumzüge: Solidarität mit Opfern von Hanau

Bekenntnisse für Vielfalt im Rahmen der Fastnachtsumzüge in Durlach und Karlsruhe.

So klingt Karlsruhe: Mit Zeus und Wirbitzky die Fächerstadt erkunden

„Schöner Dag!“, so klingt das, wenn der Bayer Sascha Zeus versucht, Badisch zu sprechen. „Tut Ench Markgraf“ fällt dagegen dem Kölner Michael...

Vorfall in Straßenbahn mit behindertem Mann – Zeugin hat sich gemeldet

Wie bereits berichtet (siehe Artikel zum Thema), wurde am Nachmittag des 8. Februar 2020 in der Straßenbahn der Linie S51 und am Durlacher Bahnhof ein...

Tramlinien 1 und 2 machen Platz für Fastnachtsumzug 2020 in Durlach

Unter dem Motto „Dorlachs Umzug, keine Frage, ein Sonnenstrahl der tollen Tage!“ findet am Sonntag, 23. Februar 2020, ab 14.11 Uhr der alljährliche...

Zeugen gesucht! Kupferdiebe richten 100.000 Euro Sachschaden in Durlacher Rohbau an

Bislang unbekannte Täter haben in der Nacht zum Freitag (14. Februar 2020) den Bauzaun eines Rohbaus in der Durlacher Pfinzstraße überwunden und...

Fraktionen von DIE LINKE und GRÜNE wollen öffentlichen Parkraum budgetieren

Die Karlsruher Gemeinderatsfraktionen von DIE LINKE und GRÜNE beantragen im kommenden Gemeinderat die Budgetierung des öffentlichen Parkraums nach...

Damwildgehege im Bergwald mutwillig zerstört

Forstamt: Freilaufende Tiere nicht beunruhigen / Hunde an die Leine nehmen.

Bereits 40 „Amoretten“ lassen Durlacher Geschichte in der Altstadt aufleben

Vor 4 Jahren hatte die im vergangenen Jahr verstorbene Gerda Schneider-Sato begonnen, Schilder für die Durlacher Altstadthäuser im Einvernehmen mit...

Falsche Polizeibeamte am Telefon – aktuell zahlreiche Betrugsversuche in Durlach

Mindestens 20 Anrufe von falschen Polizeibeamten sind am Montag (10. Februar 2020) beim Polizeirevier Karlsruhe-Durlach angezeigt worden.

Alle Neuigkeiten aus Durlach im Archiv auf Durlacher.de