Viele Pannen beim Schienenersatzverkehr

Viele Pannen beim

Gedrängel in der Pfinztalstraße Foto: car

Im „Umfeld“ der Buddelei auf der Durlacher Allee sind Verbesserungen nötig.

Beim Einsteigen in einen der Busse des Schienenersatzverkehrs (SEV) Richtung Durlach wollte eine gehbehinderte ältere Dame vergangene Woche an der Tullastraße mit ihrem Rollator in den Bus. Bedauerlich, dass der Fahrer nicht an den Randstein fuhr, sich so eine große Lücke zwischen Bordstein und Bus auftat.

Barrierefrei ist anders! Hilfe vom Fahrer? „Fehlanzeige“, ärgert sich die Durlacherin: „Der blieb sogar sitzen, bemühte sich noch nicht ’mal, mir zu helfen. Zum Glück haben andere Fahrgäste geholfen.“

„Die SEV-Busse halten an der Tullastraße an einer provisorischen Bushaltestelle – und das in einer festgelegten Reihenfolge hintereinander“, so die Auskunft der Verkehrsbetriebe: „Außerdem ist es für Busfahrer, die sich hinter einen bereits stehenden Bus einordnen müssen, schwieriger, direkt an den Bordstein heranzufahren, sodass auch mal ein kleiner Abstand zwischen Einstieg und Bordstein entstehen kann.“ Aber die meisten Busse seien niederflurig, können zudem die Einstiegsseite absenken. „Bei dem beschriebenen Vorfall handelt es sich um einen Einzelfall, den wir sehr bedauern“, so die Verantwortlichen, die der Sache nachgehen werden. Leider nach Recherchen des „Wochenblatts“ kein Einzelfall in diesen Tagen zwischen Tullastraße und Durlach oder anderen Zielen östlich Im „Umfeld“ der Buddelei auf der Durlacher Allee von Karlsruhe. VBK und AVG fahren auf insgesamt zehn Linien SEV, dabei sind rund 40 Busse im Einsatz. Eine Masse, die die Verkehrsbetriebe nicht komplett mit eigenem Personal stemmen können, deshalb wurden andere Unternehmen beauftragt. Aber...

Busse fahren aber nicht zu angegebenen Zeiten, fahren nicht an den Bordsteinrand, Fahrer sprechen kein Deutsch, kennen Strecke oder Haltestellen nicht … Kurzum: Der (SEV) läuft nicht rund, um es freundlich auszudrücken. Beispiel mangelnde Ortskenntnis: Ein Bus fährt statt nach Durlach auf die Autobahn Richtung Pforzheim oder die Fahrt des von Reisegästen so getauften „Bus des Grauens“, der nach dem Zwischenhalt am Durlacher Bahnhof nicht zum Hauptbahnhof weiterfuhr, sondern wieder zurück nach Bruchsal.

„Ein Teil der Busfahrer, die eines unserer Auftragsunternehmen im Einsatz hat, stammt nicht aus Deutschland“, erläutern die Verkehrsbetriebe auf Nachfrage von Durlacher.de-Medienpartner „Wochenblatt“: „Bei diesen Fahrern kommt es teilweise zu Verständigungsproblemen mit den Fahrgästen. Das ist bedauerlich und natürlich nicht ideal. Nach anfänglichen Problemen, die auch mangelnde Ortskenntnis beinhalteten, hat das Unternehmen nachgebessert und begleitete Schulungsfahrten durchgeführt.“ Die Ortskenntnis sei jedoch jetzt gegeben.

Zudem gibt’s in Durlach regelmäßig „Gedränge“ und Rangieraktionen, wenn sich der SEV auf der Pfinztalstraße begegnet. Und auch hinter dem Hauptbahnhof gibt’s deutliche Engpässe durch die SEV-Busse und die zahlreichen Fernbusse, die hier halten.

Eine erneute Überprüfung der Situation an der Tullastraße am Samstag offenbarte weitere Schwierigkeiten: Es gibt zwar eine elektronische Fahrgastinformation, doch sehr gefragt in Sachen Buslinien, Abfahrten und Auskünfte ist das Infopersonal vor Ort. Wenige Sitzgelegenheiten sind vorhanden – dafür über- Zahlreiche Bürger verärgert / Fortsetzung vom Titel quellende Mülleimer, um die herum jede Menge Unrat liegt. Einladend ist anders.

Zudem: In einem Zeitraum von 60 Minuten halten etliche Fahrer nicht vorschriftsmäßig am Bordstein, senken dazu ihren Bus auch nicht ab – ein unüberwindbares Hindernis für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste. Dazu gab es Ärger wegen einer fehlenden Ablösung eines Fahrers, bei der die Fahrgäste den Bus wechseln mussten, eine Nachfrage scheiterte an dermangelnden Sprachkenntnis des Fahrers. Busse fuhren nicht passend zu den ankommenden Bahnen ab, sondern fuhren in dem Moment weg, als eine „Straba-Ladung“ Fahrgäste ankam. Eine Straßenbahn (Linie 2) will in die Haltestelle Tullastraße einfahren, doch diese ist blockiert von einer anderen Bahn.

„Die Fahrer schätzen die Situation aber meist sehr gut ein“, so die Auskunft der Verkehrsbetriebe: „Sie warten, bis sie ihre Fahrt fortsetzen können, um den Verkehr nicht zum Stocken zu bringen.“ Leider nicht in diesem Falle. Folge: Die Bahn steht mitten auf der Kreuzung, blockiert diese. Dafür gibt’s wütendes Gehupe der Autofahrer und heftiges Gemaule der Fußgänger, die nicht die Straße queren können – ihren Bus dadurch auch noch verpassen! Seufzender Kommentar eines Mannes, dem der Bus vor der Nase wegfuhr: „Das geht so seit Beginn dieser Maßnahmen. Ich befürchte wirklich, dass das so weitergeht!“ Immerhin dauern die Maßnahmen noch bis Montag, 15. September 2014, 4 Uhr.

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