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Platzverweise, Brände und Körperverletzungen – Bilanz der Karlsruher Silvesternacht

Abgebrannte Feuerwerkskörper. Foto: cg

Foto: cg

Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Karlsruhe verlief der Silvesterabend 2018/19 im gesamten Dienstbezirk zunächst ruhig, ab Mitternacht änderte sich dies.

Immer wieder kam zu kleineren Bränden insbesondere von Mülleimern oder Altkleidercontainern, Bäumen und auch zu Körperverletzungsdelikten und Ruhestörungen.

Die Polizei führte bereits am frühen Abend Präsenz- und Kontrollmaßnahmen durch. Insgesamt waren über 230 Polizistinnen und Polizisten im Einsatz, die 535 Einsätze zu bewältigen hatten. 65 Ruhestörungen waren zu verzeichnen. Weiterhin wurden 25 Körperverletzungsdelikte, neun Diebstähle und neun Verstöße gegen das Waffen- und Sprengstoffgesetz angezeigt. Es mussten insgesamt 42 Platzverweise ausgesprochen werden. Zwei Jugendliche wurden erheblich alkoholisiert angetroffen. Eine sexuelle Beleidigung kam in der Nacht bei der Polizei zur Anzeige. 17 Personen wurden festgenommen, 25 Personen mussten die Nacht im Polizeigewahrsam verbringen.

Feuerwerkskörper vor Karlsruher Schloss in die Besuchermenge geworfen

Wie auch zum vergangen Jahreswechsel versammelten sich im Stadtgebiet Karlsruhe mehrere tausend Personen auf den öffentlichen Plätzen. Auf dem Schlossplatz konnten circa 2.000 Personen gezählt werden, etwa 1.000 Personen davon mit Migrationshintergrund, die insbesondere durch den unsachgemäßen Umgang mit Feuerwerkskörpern auffielen und diese auch gezielt in die Menschenmenge schossen. Dabei erlitt ein 3-jähriges Mädchen eine Augenverletzung und musste in einem Krankenhaus behandelt werden. Vermutlich aufgrund der Gefährdung durch die Feuerwerkskörper verließ ein Großteil der Besucher die Örtlichkeit. Eine etwa 20-köpfige afghanisch-syrische Personengruppe beging drei Körperverletzungsdelikte. Die Tatverdächtigen konnten festgenommen werden.

In der Ebertstraße brannte gegen 21 Uhr eine direkt an der Hauswand stehende Mülltonne. Das Feuer hatte bereits auf die hölzerne Hinterhoftür und eine weitere Mülltonne übergegriffen. Das Mehrfamilienhaus musste zeitweise evakuiert werden. Die Brandursache ist noch unklar.

Acht Müllbehälter gingen in Flammen auf. Gegen 0.30 Uhr wurde der Brand eines Autos in der Insterburger Straße gemeldet. Gegen 1 Uhr beschädigten Unbekannte den Ausfahrtsspiegel am Dienstgebäude der Generalbundesanwaltschaft in der Brauerstraße.

18-Jähriger leistet in Durlach massiv Widerstand

Ein 18-Jähriger ist gegen 22 Uhr zwei 37-jährige Männer auf der Pfinztalstraße angegangen und anschließend Widerstand gegen Polizeibeamte geleistet. Zunächst rempelte er die Männer an, wobei es zu einem Wortgefecht und dann zu Handgreiflichkeiten kam. Im weiteren Verlauf soll der Beschuldigte ein Klappmesser gezogen und mehrmals in Richtung eines der Geschädigten ausgeholt haben. Im Laufe der Auseinandersetzung erlitten die beiden 37-jährigen Männer Verletzungen, die in einem Krankenhaus behandelt werden mussten. Zeugen riefen die Polizei, die sich einem aggressiven 18-Jährigen gegenüber sah, der die Beamten massiv körperlich anging. Gegen seine Festnahme wehrte er sich so stark, dass mehrere Polizisten ihren Kollegen zu Hilfe kommen mussten. Er spuckte die Polizeibeamten an trat zu und versuchte sie zu beißen. Ein Beamter erlitt dabei eine Verletzung, mit der er seinen Dienst nicht mehr fortsetzen konnte. Der 18-Jährige wird nun wegen gefährlicher Körperverletzung und Tätlichem Angriff gegen Vollstreckungsbeamte angezeigt.

Weitere Informationen

Polizeirevier Durlach auf www.durlacher.de

von pol veröffentlicht am 01.01.2019

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