LTZ Augustenberg: Rohbau fertig – Außenbeleuchtung wird insektenfreundlich

Laborneubau auf dem Areal des Landwirtschaftlichen Technologiezentrums Augustenberg (LTZ). Foto: Bernhard Rapp / Weindel Architekten

Laborneubau auf dem Areal des Landwirtschaftlichen Technologiezentrums Augustenberg (LTZ). Foto: Bernhard Rapp / Weindel Architekten

Nach rund acht Monaten ist der Rohbau des neuen Laborgebäudes am Landwirtschaftlichen Technologiezentrum (LTZ) Augustenberg fertig.

Der Neubau entsteht auf dem Augustenberg an der Neßlerstraße in Durlach in unmittelbarer Nachbarschaft zum Historischen Bestand des Landwirtschaftlichen Technologiezentrums westlich des denkmalgeschützten Altbaus aus rotem Sandstein von 1907.

Die Einrichtung für die landesweite Konzentration der amtlichen Futtermittel- und Düngemitteluntersuchungen wird nach dem Ausbau hervorragende Voraussetzungen für eine effiziente Gestaltung von Arbeitsabläufen vorfinden. Auf einer Fläche von rund 775 Quadratmetern entstehen hälftig organisch und anorganisch chemische Labore.

Insektenfreundlichere Beleuchtung geplant

Die Gesamtplanung sieht vor, direkt im Anschluss an die Fertigstellung des Neubaus die Sanierung des Altbaus durchzuführen, der über eine 16 Meter lange gläserne Stahlbrücke verbunden ist. In diesem Zuge wird auch die Außenbeleuchtung infolge der EUP-Richtlinie 2009/125/EG (Ökodesign-Richtlinie) erneuert. Mit der Richtlinie wurden die für die Außenbeleuchtung verwendeten Leuchtmittel vom Markt genommen. Die Auswahl der Leuchte berücksichtigt die besonderen Anforderungen im Landschaftsschutzgebiet Turmberg – Augustenberg und trägt zur Unterstützung der ökologischen Vielfalt bei. Die Konstruktion der Leuchte vermeidet das Eindringen von Insekten, weist eine reduzierte Lichttemperatur auf und durch die Abblendung nach oben wird die Lichtverschmutzung reduziert. Die Beleuchtungsstärke kann in den Nachtstunden zurückgenommen werden. Selbstverständlich werden die geltenden Vorschriften für die Beleuchtung von Straßen und Fußgängerwegen eingehalten, wobei es auf dem Areal insgesamt heller werden wird.

Das Land investiert insgesamt ca. 14,5 Millionen Euro und schafft mit dem Ausbau des LTZ optimale Forschungsbedingungen. Davon entfallen 7,1 Mio. Euro auf den Neubau, 0,7 Mio. für Erschließung und Parkplätze, 4,7 Mio. Euro in den Altbau und 2 Mio. Euro auf die Außenstelle Forchheim für den Umbau des ehemaligen Tabaklabors in ein Büro- und Sozialgebäude. Der Neubau soll im 3. Quartal 2021 fertig sein.

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