AVG weitet Kapazität für Fahrgäste auf Stadtbahnlinien S4 und S5 aus

Ab dem 7. Oktober kann die AVG auf mehreren Stadtbahnlinien verstärkt Fahrten im Zugverband anbieten. Foto: cg

Ab dem 7. Oktober kann die AVG auf mehreren Stadtbahnlinien verstärkt Fahrten im Zugverband anbieten. Foto: cg

Die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) weitet ab Montag, 7. Oktober 2019, die Kapazität für Fahrgäste auf den Stadtbahnlinien S4 und S5 von montags bis freitags deutlich aus.

Insbesondere in den Morgen- und späten Nachmittagsstunden, wenn das Fahrgastaufkommen im Berufs- und Schülerverkehr besonders hoch ist, verstärkt die AVG bestimmte Fahrten, die bisher in Einzeltraktion angeboten wurden, dauerhaft mit einem zusätzlichen Wagen. Auch auf einzelnen Fahrten der Linien S51/S52, S7 und S8 wird das Platzangebot vergrößert.

„Viele Fahrten im Berufsverkehr befinden sich seit Jahren an der Auslastungsgrenze. Bisher war eine Verstärkung dieser Fahrten leider nicht möglich, da alle verfügbaren Bahnen bereits im Einsatz waren. Nun können wir unseren Fahrgästen hier ein stark verbessertes Angebot machen und den Komfort für alle Reisenden spürbar erhöhen“, erklärt Ascan Egerer, technischer Geschäftsführer der AVG.

Möglich wurde diese Verbesserung durch die Freisetzung zusätzlicher Fahrzeugkapazitäten: Im Zuge der Neuvergabe der Stuttgarter Netze bedient die AVG auf der Linie S5 seit dem kleinen Fahrplanwechsel im Juni 2019 nur noch einen verkürzten Streckenabschnitt bis Pforzheim, die bisherige Linie S9 wird inzwischen vom Verkehrsunternehmen Abellio betrieben. Zudem konnte bei einigen etwas älteren Fahrzeugen der AVG-Flotte ein befristeter Weiterbetrieb erwirkt werden.

Bereits zum kleinen Fahrplanwechsel am 9. Juni dieses Jahres konnte die AVG insbesondere auf der Linie S5 die Platzkapazität erweitern, ab dem 7. Oktober können nun noch mehr Fahrgäste auf bestimmten Verbindungen befördert werden. Diese positive Entwicklung will die AVG in den kommenden Monaten weiter fortsetzten: Mit der für nächstes Jahr vorgesehenen Auslieferung von 20 bestellten Neufahrzeugen vom Typ ET2010 aus dem Hause Bombardier wird die AVG die Fahrgastkapazitäten auf den Linien S4 und S5 dann nochmals stufenweise erhöhen. „Zum großen Fahrplanwechsel im Dezember dieses Jahres können wir weitere zusätzliche Kapazitäten anbieten. Wenn die Neufahrzeuge ausgeliefert sind, werden wir voraussichtlich ein Jahr später zum Fahrplanwechsel im Dezember 2020 die Kapazitäten noch weiter ausbauen und weitere Fahrten in Doppeltraktion durchführen können“, blickt Egerer voraus.

Bahnen zukünftig pünktlicher?

Durch die zusätzlichen bereitgestellten Fahrzeugkapazitäten ergeben sich neben einem vergrößerten Platzangebot weitere positive Synergieeffekte. „Bei den verstärkten Fahrten wird sich die Pünktlichkeitsquote spürbar verbessern, weil der Fahrgastwechsel an den Haltestellen deutlich schneller vollzogen werden kann. Die Fahrgäste sowohl in der Bahn als auch am Bahnsteig können sich nun besser verteilen und müssen sich nicht mehr nur in ein Fahrzeug drängen und dort im Türbereich stehen“, prognostiziert Egerer. Zudem werde durch die Ausweitung der Kapazitäten auch die notwendige Voraussetzung dafür geschaffen, um die steigende Zahl an Fahrgästen zu befördern, mit der im Zuge der Verkehrswende und dem Ausbau des ÖPNV gerechnet werden müsse.

Dr. Alexander Pischon, kaufmännischer Geschäftsführer der AVG, lobt die gute Zusammenarbeit zwischen der AVG und den Aufgabenträgern. Nur durch deren Unterstützung sei diese Kapazitätsausweitung überhaupt möglich gewesen. „Mein Dank gilt an dieser Stelle dem Landes-Verkehrsministerium und der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg. Durch ihre finanzielle Beteiligung bei der Beschaffung der 20 Neufahrzeuge und den Zuschüssen für die Kapazitätsausweitung haben sie einen großen Anteil daran, dass wir diese Verbesserung unseren Fahrgästen anbieten können“, erklärt Pischon.

Minister erhofft sich höhere Nachfrage durch besseres Angebot

Landesverkehrsminister Winfried Hermann, MdL, sieht in der Erweiterung der Platzkapazitäten einen wichtigen Baustein, um den öffentlichen Nahverkehr in der Region noch attraktiver zu machen und so mehr Menschen für den Umstieg auf umweltfreundliche Mobilitätsangebote zu begeistern. „Rund um Karlsruhe werden mehr neue Züge benötigt, um eine wachsende Zahl an Fahrgästen zu befördern. Das Land hat gerne geholfen, die zusätzlichen Neufahrzeuge zu beschaffen, damit künftig längere Züge gefahren werden können. Auch in der Zukunft, also nach der Neuvergabe der Verkehre, werden die Fahrzeuge für Qualitätsverbesserungen beim Angebot genutzt werden. Das Land geht davon aus, dass das bessere Angebot zu höherer Nachfrage und damit zu höheren Einnahmen führen wird, womit wiederrum die Fahrzeuge finanziert werden können“, so Hermann.

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