„Ein waches Auge und ein offenes Ohr haben“

„Ein waches Auge und ein offenes Ohr haben“ Foto: pm

Remigius Kraus. Foto: pm

Medienpartner „Wochenblatt“ im Interview mit Remigius Kraus, Referat Prävention im Polizeipräsidium Karlsruhe.

Sicher zu leben ist nicht nur ein Wunsch, sondern auch das Recht jedes Bürgers, egal welchen Alters. Doch leider nutzen einige Kriminelle immer wieder die Gutmütigkeit und Hilfsbereitschaft (älterer) Menschen aus, um sie zu betrügen oder zu bestehlen. Darauf haben Institutionen, Einrichtungen und die Polizei reagiert, geben beim „Sicherheitstag“ am Donnerstag, 2. Juli 2015, von 9 bis 17 Uhr auf dem Karlsruher Festplatz und im Forum der Stadthalle jede Menge Infos.

„Wochenblatt“-Redaktionsleiter Johannes Wagner hat nachgefragt bei Remigius Kraus, dem stellvertretenden Leiter des Referats Prävention im Polizeipräsidium Karlsruhe.

Johannes Wagner: Was bezweckt der erste Karlsruher Sicherheitstag?

Remigius Kraus: Der erste „Karlsruher Sicherheitstag“ will aufklären und informieren. Aufklären über die Tricks, mit denen es Tätern immer wieder gelingt, gerade Senioren zu bestehlen oder zu betrügen. Aber auch über Verkehrsunfallgefahren, die speziell älteren Menschen drohen. Informieren will er auch darüber, wie man sich wirksam vor solchen Straftaten und Verkehrsunfallgefahren schützen kann.

Wagner: Enkeltrick, Einbrüche, Betrug am Geldautomaten, Gefahren im Netz... Wie wichtig ist es, dass Bürger regelmäßig rund um das Thema Sicherheit informiert werden?

Kraus: Mit zunehmendem Alter lässt das gesunde Misstrauen nach und altersbedingte Handicaps führen zu unerwünschten Einschränkungen. Das wissen auch potenzielle Täter und nutzen es schamlos aus. Deshalb ist es besonders wichtig, deren Vorgehen zu kennen, um im Fall der Fälle richtig reagieren zu können.

Wagner: Was kann jeder einzelne für mehr Sicherheit in der Stadt tun?

Kraus: Wer sich seine eigenen Defizite eingesteht und etwas dagegen unternimmt, tut schon sehr viel für mehr Sicherheit. Noch mehr tut der, der ein waches Auge und ein offenes Ohr für seine Nachbarn hat und zum Beispiel auch mit mehr Rücksicht – gerade auch gegenüber den Schwächeren – am Straßenverkehr teilnimmt.

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