49. Breitengrad soll in Durlach bald zu sehen sein

Lösung mit 2 Info-Tafeln. Karte: (c) OpenStreetMap (und) Mitwirkende, CC-BY-SA

Lösung mit 2 Info-Tafeln. Karte: (c) OpenStreetMap (und) Mitwirkende, CC-BY-SA

Die Idee zur Darstellung der geographischen Lage im Durlacher Stadtbild gab es schon länger. Nun soll nach dem Willen des Durlacher Ortschaftsrats gleich an zwei Stellen auf diese hingewiesen werden.

Um den passenden Platz hierfür zu finden, war Wolf-Dietrich Gierth, Leiter des Liegenschaftsamts, zu Gast in der letzten Sitzung des Ortschaftsrats. Dass aber die Festlegung eines konkreten Punktes für die Info-Tafel nicht ganz einfach ist, zeigte sich den Ortschaftsräten nach einem kurzen Vortrag über geographische Bezugssysteme. Dabei ging Gierth auf die Problematik der Abbildung der Erde ein, denn unser Planet sei keineswegs eine Kugel - eher eine „schrumplige Kartoffel“, so Gierth.

Um sich dieser unregelmäßig geformten Kartoffel anzunähern, existieren je nach Erdregion unterschiedliche Ellipsoide. In Deutschland war dies bisher meist das Bessel-Ellipsoid. Friedrich Wilhelm Bessel hat es 1841 aus den Daten großräumiger Vermessungen in Europa, Russland, Indien und Peru abgeleitet. Auch das Deutsche Hauptdreiecksnetz (DHDN) als lokales Bezugssystem des amtlichen Vermessungswesen bezieht sich auf das Bessel-Ellipsoid. Die GPS-Satelliten beziehen sich hingegen auf das World Geodetic System 1984 (WGS84) und haben als Grundlage das sogenannte WGS84-Ellipsoid. Beide Ellipsoide haben andere Dimensionen und sind unterschiedlich im Raum gelagert.

Daher stellt sich die Frage, auf welches Bezugssystem basierend die Markierung des 49. Breitengrades in Durlach erfolgen soll. „Ein falscher oder richtiger 49. Breitengrad gibt es eigentlich nicht“, so Gierth dazu. Dieser Meinung war schlussendlich auch die Mehrheit des Ortschaftsrats und stimmte einer Lösung mit zwei Info-Tafeln zu: Die erste Tafel soll im Bereich Marktplatz zwischen Rathaus und Stadtkirche angebracht werden (DHDN) und die zweite im Bereich Hengstplatz (WGS84). Beide Stationen werden somit die historische Entwicklung im Vermessungswesen zukünftig abbilden.

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