Fast eine Bestattung pro Arbeitstag – Friedhofsverwaltung zieht Bilanz

2010 wurden 251 Bestattungen in Durlach und Aue durchgeführt. Foto: cg

2010 wurden 251 Bestattungen in Durlach und Aue durchgeführt. Foto: cg

Carsten Spelter, Leiter der Abteilung Friedhofswesen, informierte den Ortschaftsrat bei der letzten Sitzung über die Entwicklung der Friedhöfe in Durlach und Aue.

Neben der Zunahme von Urnengräbern sei ein deutlicher Trend hin zur Übertragung der Grabpflege an Firmen und Institutionen zu erkennen, wusste Spelter zu berichten. Er und seine 8 Mitarbeiter führen Bestattungen auf den beiden auf Durlacher Gemarkung liegenden Friedhöfen durch. Zusätzlich gehören zum Aufgabengebiet der Friedhofsverwaltung die Unterhaltung der Friedhofsanlagen – samt Geräte und kleinerer Reperaturen – sowie die Pflege städtischer Pflegegräber.

Auch dank der Unterstützung durch den Ortschaftsrat kann seit 2008 mit den Landschaftsgräberfeldern eine neue Beisetzungsmöglichkeit auf dem Durlacher Bergfriedhof und in Aue angeboten werden. Hinzu kommen in Durlach Baumbestattungen im Rahmen von Baumpatenschaften, welche zunächst auf eine Laufzeit von 50 Jahren festgeschrieben sind – bereits 4 Patenschaften wurden vergeben. Wer etwas länger plant, kann ein sogenanntes Ewigkeitsgrab erwerben. Hierbei werden Grabstätten auf die Dauer von 40 Jahren erworben bzw. bestehende Grabstätten um 40 Jahre verlängert.

„Diese Vielfalt heutiger möglicher Beisetzungsarten stellt die Hinterbliebenen bei der Wahl von Bestattungs- und Grabart vor große Herausforderungen. Entscheidungen müssen oft in kürzester Zeit getroffen werden und sind nicht immer mit allen Konsequenzen durchdacht. Hier ist eine Beratung bei einem Bestattungsinstitut oder der Abschluss eines sogenannten Vorsorgevertrages zu empfehlen“, so Spelter. Für interessierte Bürger werden seit letztem Jahr auch Friedhofsführungen angeboten.

Nachdem die Führungen schon gut angenommen werden, beabsichtigt die Friedhofsverwaltung künftig ihre beiden Friedhofskapellen Sängern und Musikern für Konzerte mit angepassten Repertoire zur Verfügung zu stellen. „Dies geschehe unter dem Aspekt, dass der Friedhof auch ein Ort für die Lebenden ist“, begründete Spelter den Schritt.

Des Weiteren dürfen sich Besucher des Bergfriedhofs auf die Sanierung der beiden Toilettenanlagen freuen. Bis zur Fertigstellung wird es aber noch bis Mitte/Ende 2012 dauern. Bereits abgeschlossen ist hingegen die Auffrischung der Friedhofskapelle Aue im Rahmen des 900jährigen Jubiläums von Aue. Diese erhielt einen neuen Anstrich und Gedenksteine wurden gereinigt und ausgebessert. Auch wurde die gärtnerische Anlage neu gestaltet und dadurch optisch erheblich aufgewertet.

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