Eröffnung des weltweit ersten dreidimensionalen Fingerlabyrinths

Eröffnung des weltweit ersten dreidimensionalen Fingerlabyrinths

Montag, 5. September 2011 um 19.00 Uhr beim Lapidarium im Schlossgarten Durlach.

Die Idee zum dreidimensionalen Labyrinth entstand 2005. Zuerst musste das Problem überwunden werden, dass Labyrinthe immer eine ungerade Spurenzahl (Wege plus Wände) aufweisen, das neue dreidimensionale Labyrinth jedoch quadratisch abgebildet werden sollte. Nachdem das gelöst war, traten bei einem erster Versuch mit einem klassischen Labyrinth die Schwierigkeiten mit den „Kantengängen“ auf.

2007 war es dann soweit. Das umgearbeitete Labyrinth von St. Omer war komplett gezeichnet, es tauchten keine Fehler mehr auf. Die Stele hat eine Höhe von 2 Metern und einen Querschnit von 28 x 28 cm. Der rote Sandstein stammt aus Schramberg im Schwarzwald. Der Weg der mit dem Finger abgefahren wird hat eine Länge von 26 Metern.

Ein Fingerlabyrinth lädt ein zu verweilen

Der scheinbar verwirrende Weg führt gezielt zur Mitte. Eine kurze Meditative Pause im Alltag, ein Weg zum Mittelpunkt, ein Innehalten. Der Weg führt in alle Himmelsrichtungen und trotzdem sicher zum Ziel, zur Mitte. Das Labyrinth vermittelt Verwirrtheit und zugleich Führung zum Inneren. Hat man den Mittelpunkt erreicht, kann man bei sich selbst angekommen das Labyrinth verlassen, oder auch den Weg nach außen wieder abfahren.

Durch die Irre zum Innersten

Im Gegensatz zur landläufigen Vorstellung ist das Labyrinth kein Irrgarten, sondern der direkte Weg zum Ziel. Er führt zwar auf vielen Umwegen in alle Richtungen, lässt in seiner Führung aber keinen im Stich. Man kann sich dem Weg hingeben. Man muss nur auf dem Weg bleiben, dann ist das Ziel sicher, wenn auch nicht immer vor Augen. Eine ganz besondere Erfahrung ist es das Labyrinth mit geschlossenen Augen abzufahren.

Erstes dreidimensionales Fingerlabyrinth der Welt (in Durlach gehauen)

Labyrinthe faszinieren die Menschheit schon seit langem. Bisher gab es sie als Bodenlabyrinthe, die man abschreiten konnte, oder als Fingerlabyrinthe, die im zweidimensionalen abgefahren wurden. Vor drei Jahren entstand die Idee, ein Labyrinth dreidimensional zu gestalten. In diesem Jahr wurde sie nach viel Rechen- und Konstruktionsarbeit endlich realisiert.

Weitere Informationen

Die Grundlage bildet das Labyrinth von St. Omer aus dem 14 Jahrhundert. Dieses Labyrinth wurde auf die Sandsteinsäule umkonstruiert. Somit entstand das erste dreidimesionale Fingerlabyrinth der Welt. Der Betrachter wird beim Abfahren des Labyrinths in wechselnden Richtungen um den Stein geführt, bis er das Zentrum erreicht. Der Stein ist 2 Meter hoch und hat einen Querschnitt von 28 x 28 cm.

Kontakt: Oliver Stefani - Amthausstraße 2 - 76227 Karlsruhe-Durlach – Tel. 0175 – 2921875

Einweihung am 05. September 2011 zur Galerie

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