Karlsruher Verkehrsverbund passt Tarife an

KVV

Insbesondere wegen der weiterhin gestiegenen Energiepreise und der steigenden Personalkosten muss der Karlsruher Verkehrsverbund (KVV), wie übrigens auch viele andere Verkehrsverbünde, seine Fahrpreise zum Fahrplanwechsel am 12. Dezember 2010 im Schnitt um 3,4 Prozent anpassen.

Der Bahnstrom stieg gegenüber dem Vorjahr um 7,7 Prozent. Auch für das kommende Jahr rechnen die Experten mit einer Zunahme um sechs bis acht Prozent. Des Weiteren heben sich auch die Dieselkraftstoffpreise weiter an. Wurden 2009 noch 83,61 Euro pro 100 Liter bezahlt, stiegen die Einkaufspreise im laufenden Jahr um über zehn Prozent, Tendenz ebenfalls steigend.

Die Personalkosten, der größte Kostenblock eines Verkehrsunternehmens, werden auch im Jahr 2011 weiter steigen. Nach den Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst werden die Gehälter der Beschäftigten bis zum Sommer 2011 schrittweise um 2,3 Prozent erhöht.

Trotz der Steigenden der Fahrpreise liegt der KVV bei der Preisgestaltung insbesondere der Zeitkarten im Vergleich nach wie vor im unteren Bereich aller bundesdeutschen Verbünde und gewährleistet weiterhin eine preiswerte Mobilität. So kostet eine übertragbare Monatskarte des KVV für das komplette Stadtgebiet Karlsruhe oder Baden-Baden 48 Euro. Für die Nutzung des ÖPNV in Mannheim hingegen müssen 58,50 Euro gezahlt werden, in Stuttgart sogar 71,50 Euro und somit fast 50 Prozent mehr als in der Residenzstadt.

Nach erfolgreicher Einführung der 9-Uhr-Karte im Januar 2010 mit zwischenzeitlich rund 3.000 Kunden bleibt deren Preis unverändert. Alle anderen Angebote erhöhen sich. Die einzelnen Tariferhöhungen sehen wie folgt aus:

Einzelfahrscheine
Mit einem Anteil von 70 Prozent aller verkauften Einzelfahrkarten werden die Ein- und Zwei-Waben-Karten am stärksten nachgefragt. So kostet eine Fahrt in Karlsruhe oder Baden-Baden künftig 2,20 statt 2,10 Euro. Die Preise für Einzelfahrscheine innerhalb von drei bis sechs Waben erhöhen sich um 20 Cent, die für „7 Waben und mehr“ um 30 Cent. Im KVV wird auch die BahnCard der DB anerkannt. Wer eine solche besitzt, zahlt für zwei Waben nun 1,70 statt 1,60 Euro. Entsprechend erhöhen sich auch die 4er-Karten: Für zwei Waben kostet sie künftig 8 statt 7,80 Euro.

24-Stunden-Karten
Bei den Fahrkarten, die 24 Stunden lang gelten, sehen die Erhöhungen folgendermaßen aus: Die häufig für Einkäufe ohne Auto genutzte City-Karte für eine Person kostet ab 12. Dezember 4,90 Euro (bisher 4,80), als Cityplus-Karte für fünf Personen 7,70 Euro (bisher 7,40). Der Preis für die bei Ausflügen beliebte Regio-Karte für eine Person liegt bei 8,60 Euro (bisher 8,40), in der „plus“-Version bei 14,50 Euro (bisher 14). Die Quattro-Karten, die Karten für Preisbewusste, mit denen 25 Prozent aller Fahrten unternommen werden, erhöhen sich ebenfalls. Der Preis für die City quattro steigt um 50 Cent auf 17 Euro und der Preis der Regio quattro von 28,70 auf 29,60 Euro.

Monats- und Jahreskarten
Der Preis für eine übertragbare Monatskarte für Karlsruhe (zwei Waben) steigt von 46 Euro auf 48 Euro und für das Gesamtnetz von 129 Euro auf 134 Euro. Nutzer eines übertragbaren Jahresabos zahlen künftig statt 39,30 Euro für die Fahrt in zwei Waben 41,20 Euro pro Monat, der Preis für das Gesamtnetz steigt von 110,20 Euro auf 115 Euro pro Monat. Die Ergänzungskarten für Monats- und Jahreskarteninhaber erhöhen sich um 10 Cent auf 2,20 Euro.

Die netzweit gültige KombiCard, die von 12.200 Kunden genutzt wird, kostet im Abo statt 64 Euro monatlich 66,50 Euro, die KombiCard Partner (1.200 Abos) statt 48 Euro nun 50 Euro. Für die Karte ab 60, die mit 33.000 Abonnenten die nach der ScoolCard am stärksten nachgefragte Karte ist, beträgt der neue Abbuchungsbetrag 34 Euro. Die Jahres­karte kostet damit 408 Euro (bisher 390 Euro), also pro Monat 1,50 Euro mehr.

Die alten Einzelfahrkarten, 4er-Karten und 24-Stunden-Karten sind noch bis 30. November 2011 gültig.

Fahrkarten für Fahrten über das KVV-Gebiet hinaus
Die RegioX-Karten, mit denen Fahrgäste auch zu Zielen außerhalb des KVV fahren können, kosten 14 Euro (bisher 13,50) beziehungsweise als „plus“ 22,50 Euro (statt 21,50).

Übergangskarten
Die Preise von den Übergangskarten für Ziele außerhalb des KVV-Gebiets erhöhen sich wie folgt: Übergangsgebiet Ü1 von 2,10 auf 2,20 Euro; Übergangsgebiet Ü2 von 3,70 auf 3,90 Euro; Übergangsgebiet Ü3 von 5,80 auf 6,10 Euro.

Deutsche Bahn
Die Deutsche Bahn verlangt für das Baden-Württemberg-Ticket single ab 12. Dezember  2010 21 Euro (bisher 20), für das Baden-Württemberg-Ticket für bis zu fünf Personen 29 Euro (statt 28).

Die Rheinland-Pfalz-Tickets werden zukünftig für ein, zwei, drei, vier oder fünf Personen ausgegeben. Der Preis des Tickets für eine Person beträgt 21 Euro, für jede weitere Person erhöht sich der Preis um jeweils 3 Euro bis auf 33 Euro bei fünf Personen. Das Schöne-Wochenende-Ticket wird von 37 auf 39 Euro erhöht.

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