Tag des offenen Denkmals in Durlach

Der Tag des offenen Denkmals ist der deutsche Beitrag zu den European Heritage Days unter der Schirmherrschaft des Europarats. Jedes Jahr am zweiten Sonntag im September öffnen historische Bauten und Stätten ihre Türen, die sonst nicht oder nur teilweise zugänglich sind.

Dann sind Architektur- und Geschichtsliebhaber zu Streifzügen in die Vergangenheit eingeladen. „Geschichte zum Anfassen“, das bietet der Denkmaltag dem Besucher dabei in wohl einmaliger Weise.

Ziel des Tags des offenen Denkmals ist es, die Öffentlichkeit für die Bedeutung des kulturellen Erbes zu sensibilisieren und Interesse für die Belange der Denkmalpflege zu wecken.

Impressionen vom Tag des offenen Denkmals

Fotos: Christine Gustai (cg)

Programm 2021 in Durlach

Basler-Torturm

Der Basler-Torturm ist das letzte erhaltene Stadttor der markgräflichen Residenzstadt. 1689 in Brand gesteckt, wurde er 1760-61 wieder aufgebaut. Als Teil der ehemaligen Stadtbefestigung der Reichsstadt Durlach und europäisches Kulturdenkmal hat er eine besondere Bedeutung.

Die Jörg von Nördlingen-Ritterschaft Durlach hat den Turm seit 2017 gepachtet, das Innere detailgetreu renoviert, mittelalterlich eingerichtet und führt gewandet durch die Räume. Es erwarten Sie spannende Informationen aus der Stadtgeschichte sowie über den Turm mit seiner Ritterschaft und der Waffenkammer.

Programm
11.00-16.00 Uhr, circa alle 40 min: Führungen durch den Baslertorturm und die Räumlichkeiten der Ritterschaft mit Christian von Jörg (Heerführer der Ritterschaft), Dr. Martin Wenz (Landesdenkmalamt „Bruder Heinrich“), Mitgliedern der Ritterschaft, des Freundeskreis Pfinzgaumuseum.
Treffpunkt: Vor dem Turmeingang

Evangelische Stadtkirche Durlach

Die Stadtkirche Durlach wurde 1255 erstmals erwähnt. Im Zuge der Reformation wurde sie 1556 evangelisch. Nach der Zerstörung während des Pfälzischen Erbfolgekriegs 1689 erfolgte im Jahr 1700 der Wiederaufbau nach einem Entwurf von Domenico Egidio Rossi. Die letzte Renovierung (Innenraum) fand zwischen 1997 und 1999 statt und umschloss die Renovierung der Stumm-Orgel.

Das Sandsteinkruzifix im Altarraum stammt aus dem 16. Jahrhundert aus der Schule des Nikolaus Gerhaert von Leiden.

Orgelkonzert
am 12. September 2021 um 13 Uhr, Johannes Blomenkamp

Karlsburg

Die Karlsburg Durlach diente den Markgrafen von Baden-Durlach von der Mitte des 16. bis ins frühe 18. Jh. als Residenz.

Programm
15.00 Uhr: Residenzschloss, Kaserne, Kulturzentrum. Die Karlsburg und ihre Geschichte – Führung mit Susanne Stephan-Kabierske
Teilnehmerzahl begrenzt. Anmeldung bis 9. September über Tel. 0721/133-4225 oder E-Mail archiv(at)kultur.karlsruhe.de
Veranstalter: Pfinzgaumuseum
Treffpunkt: Pfinztalstraße 9

Katholische Kirche St. Peter und Paul Durlach

Die Kirche wurde in den Jahren 1898-1900 von Baumeister Max Meckel im neugotischen Stil errichtet. Die Errichtung erfolgte, nachdem den Durlacher Katholiken, die bereits seit 1822 eine Pfarrei hatten, die Schlosskapelle (der jetzige Festsaal der Karlsburg) zu klein geworden war. In seltener Authentizität hat sich die originale, neugotische Ausstattung aus der Zeit um 1900 erhalten.

Der leitende Baudirektor a.D. Godehard Sicheneder hat aufgrund der besonderen Umstände des Jahres 2020 zum Tag des offenen Denkmals 2020 mit dem Thema „Chance Denkmal: Erinnern. Erhalten. Neu denken.“ eine gut 20-minütige virtuelle Führung zur Baugeschichte dieses Sakralbaus erstellt, an der Sie gerne teilnehmen dürfen.

Weitere Informationen

Tag des offenen Denkmals | Website

Nächster Termin

12. September 2021
Thema: „Sein & Schein – in Geschichte, Architektur und Denkmalpflege“

Tag des offenen Denkmals 2018