. .
Sie sind hier:  Freizeit & Kultur  >  Vereine  >  Musik & Chöre  >  Max-Reger-Institut, Elsa-Reger-Stiftung
Max-Reger-Institut, Elsa-Reger-Stiftung

Kontaktdaten

Max-Reger-Institut / Elsa-Reger-Stiftung
Jürgen Schaarwächter
Alte Karlsburg Durlach
Pfinztalstraße 7
76227 Karlsruhe
Tel. 0721 / 854501
Fax 0721 / 854502

Kontaktinformationen

Zu erreichen mit den Straßenbahnlinien 1 und 8, Haltestelle Schlossplatz.

Geschäftszeiten
Mo - Do | 8.30 - 16.30 Uhr
Fr | 8.30 - 16.00 Uhr
(um Voranmeldung wird gebeten)

Impression

Max Reger (Portrait)

Franz Nölken:
Max Reger bei der Arbeit (1913)

Max-Reger-Institut, Elsa-Reger-Stiftung

Max Reger (1873-1916), zu Lebzeiten neben Richard Strauss bedeutendster Repräsentant des deutschen Musiklebens und von den Komponisten der Nachfolge-Generation als Wegbereiter hoch geschätzt, geriet durch die radikalen Umbrüche der Neuen Musik in unverdiente Vergessenheit. 1947 errichtete daher seine Witwe Elsa Reger eine Stiftung und gründete als Ausführungsorgan das Max-Reger-Institut (MRI).

Inhalt und Wesen

Zunächst weder mit Geldmitteln noch sonstigem Nachlass ausgestattet, konnte dank der ideellen Gesinnung aller Beteiligten mit der Ermittlung der in zwei Weltkriegen verstreuten Autographen und dem Aufbau eines Archivs begonnen und die Forschungstätigkeit in bescheidenem Rahmen, doch kontinuierlich wachsend aufgenommen werden. Seit 1996 wird das MRI durch das Land Baden-Württemberg und die Stadt Karlsruhe institutionell gefördert.

Das Archiv umfasst Musikautographen (Entwürfe, Reinschriften, Korrekturabzüge) aus allen Schaffensphasen und Werkgattungen; eine Vielzahl handschriftlicher Briefe und Postkarten Regers an Freunde, Verleger, Interpreten und bedeutende Zeitgenossen; die umfangreiche Korrespondenz der Witwe nach Regers Tod; Dokumente, Fotografien, Bilder, Karikaturen, Konzertprogramme und Erinnerungsgegenstände. Seit 2003 gehört auch das BrüderBuschArchiv mit einer Vielfalt von Dokumenten zu Leben und Wirken u.a. der bedeutenden Interpreten Fritz und Adolf Busch zu den Beständen. Die Bibliothek mit Notendrucken Regers in Erst- und späteren Ausgaben, mit der internationalen Literatur zu Reger und seinem Umfeld und einem umfangreichen Klangarchiv wird ergänzt durch Kopien jener Manuskripte und Dokumente, die nicht im Besitz der Stiftung sind.

Als Zentrum der Regerforschung bearbeitet und erschließt das MRI das Archiv- und Forschungsmaterial und gibt die Resultate in einer eigenen Schriftenreihe heraus, in die auch vom MRI wissenschaftlich begleitete Dissertationen Aufnahme finden. Zentrales Projekt am MRI ist zurzeit die Erarbeitung eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten neuen, erstmals umfassenden Reger-Werk-Verzeichnisses.

Von Anfang an war die Arbeit des MRI von dem Gedanken geprägt, das gesammelte Material Forschern, Musikern und Musikliebhabern zugänglich und verfügbar zu machen. Durch diese unterstützende Funktion sowie durch die regelmäßige Organisation und Durchführung von Ausstellungen, Kongressen, Gesprächskonzerten und Konzertreihen in internationaler Zusammenarbeit mit Musikhochschulen und wechselnden Veranstaltern ist das MRI heute weit mehr als eine Forschungs- und Editionsstätte, es ist ein kommunikatives Zentrum, das für die Verbreitung und das Verständnis Max Regers, seines historischen Umfelds und der Wurzeln der Musik der Gegenwart wirbt.

Weitere Informationen

zur Website