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Die Geschichte von und um Durlach

Die Geschichte von Durlach ist lang und ereignisreich. Um die interessanten Punkte visuell aufzubereiten, bedarf es ein wenig Zeit.

Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892

Durlach, Stadt und Amtssitz im bad. Kreis Karlsruhe, 110 m ü. M., in angenehmer und fruchtbarer Gegend, links an der Pfinz, an den Linien Heidelberg-Basel und D.-Mühlacker der Badischen Staatseisenbahnen, hat eine evangelische und eine kath. Pfarrkirche, ein Schloß mit Garten (1565 vom Markgrafen Karl II. erbaut, jetzt zur Kaserne eingerichtet), ein altes Rathaus, ein Standbild Karls II. (auf dem Kasernenplatz), ein Pro- und Realgymnasium, eine Rettungsanstalt für verwahrloste Kinder (Elisabethenstiftung, 1818 von der Kaiserin von Rußland gegründet) und (1880) 7474 Einw. (davon 1293 Katholiken). Die Industrie umfaßt Eisengießerei mit Maschinenfabrik, eine große Nähmaschinenfabrik (360 Arbeiter), Stärke-, Zichorienfabrik etc., eine Dampfsägemühle; bedeutend sind ferner Landwirtschaft und Gartenbau und die Fruchtmärkte. D. ist Sitz eines Amtsgerichts und hat zur Garnison ein Bataillon des 110. Regiments und eine Eskadron Dragoner Nr. 22. Der Turmberg bietet eine reizende Aussicht. - D. war ehedem Hauptstadt der Markgrafschaft Baden-D., die von 1515 bis 1771 als eigne Linie bestand. Jedenfalls reicht sein Ursprung bis in die Zeiten der Römer zurück. Als Stadt wird es zuerst 1197 erwähnt. Um 1220 überließ Kaiser Friedrich II. D. dem Markgrafen Hermann V. von Baden gegen die Hälfte von Braunschweig, und 1565 verlegte Markgraf Karl II. seine Residenz von Pforzheim nach D. Die Franzosen unter Mélac eroberten und verbrannten D. 1689, und Markgraf Friedrich Magnus (gest. 1709) strebte vergeblich, es in seinem alten Glanz wieder herzustellen. Der Wiederaufbau der Karlsburg wurde zwar begonnen; als aber 1715 die Residenz nach Karlsruhe verlegt wurde, kam D. immer mehr in Verfall. Gegenwärtig befindet es sich durch blühende Fabrikthätigkeit in erfreulichem Aufschwung. Am 25. Juni 1849 fand hier ein kleines Gefecht zwischen preußischer Landwehr und badischen Insurgenten statt. Vgl. Fecht, Geschichte der Stadt D. (Heidelb. 1869).

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