. .
Sie sind hier:  Start  >  Neuigkeiten-Archiv  >  Artikel

Durlacher Branchenverzeichnis

500 Unternehmen aus allen Branchen
Firmenpartner mit eigener Seite
(Kontaktdaten, Öffnungszeiten, Links)

Durlacher Infomail abonnieren

Durlacher Infomail abonnieren

Bitte geben Sie Ihre E-Mail-Adresse ein:

Schwere Waldschäden nach Dürrejahr 2018

Schwere Waldschäden nach Dürrejahr 2018. Foto: pia

Foto: pia

Umweltausschuss befasst sich mit Eschen- und Kiefern-Triebsterben, „Eschenmikado“ und Borkenkäferbefall

Die lang andauernde Trockenperiode im letzten Jahr zeigt nach wie vor ihre negative Wirkung auf die Wälder in und um Karlsruhe. Über konkrete Schäden, Gefahren und Maßnahmen informierte deshalb das Forstamt in der nichtöffentlichen Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Gesundheit. Dieser tagte vergangenen Freitag zum ersten Mal unter der Leitung von Bürgermeisterin Bettina Lisbach, die den vorgestellten Bericht als „besorgniserregend“ bezeichnete und als Indiz dafür, „wie sich der Klimawandel auswirkt.“

Borkenkäfer setzen dem Wald zu

Eines der besprochenen Probleme war der Befall durch verschiedene Borkenkäferarten. Vor allem durch Trockenheit geschwächte Fichten und Lärchen seien betroffen, am stärksten im Stupfericher Wald, im Grötzinger Wald sowie im Rittnert. Das entstandene Schadholz könne kaum verkauft werden. Zudem sei es nur schwer möglich, die vielen Schäden aufzuarbeiten. Kahlflächen würden im Frühjahr wieder mit Douglasie, Europäischer Lärche, Esskastanie und Roteiche bepflanzt. Für 2019 wird mit weiter steigendem Befall gerechnet.

Pilzbefall und Triebsterben

Auch Eschen hätten verstärkt zu kämpfen. Durch den Pilz „Falsches Weißes Stängelbecherchen“ käme es vielfach zu Triebsterben, besonders in der Rheinaue und Kinzig-Murg-Rinne. Die letztendlich umstürzenden Bäume würden vielerorts zum Verkehrsrisiko. Stellenweise fielen so viele um, dass von sogenanntem „Eschenmikado“ die Rede ist. Zum Zustand vieler anderer Laubbäume könne indes noch keine verlässliche Prognose abgegeben werden, da zunächst der Laubaustrieb abgewartet werden müsse. Mehr dazu soll in der nächsten Ausschusssitzung bekanntgegeben werden.

Kiefern erginge es durch das feuchte Frühjahr und den trockenheißen Sommer 2018 ähnlich schlecht wie den Eschen. Ebenfalls führe bei diesen ein Pilz zum „Diplodia-Triebsterben“ und fast täglich ließen sich neue befallene Bäume finden. Auch Mistelbefall sorge für Probleme. Die Situation sei besonders im Hardtwald katastrophal. Deshalb müsse verstärkt über mögliche Maßnahmen zum Waldumbau nachgedacht werden.

Prognose und Maßnahmen

Dass die Gesamtprognose für 2019 durchaus kritisch ausfällt, liegt an verschiedenen Faktoren. Stürme seien weiterhin unberechenbar und die Bestände häufig aufgerissen und labil. Zudem sei die weitere Entwicklung stark von der Witterung abhängig. Momentan sei der Grundwasserstand in betroffenen Gebieten immer noch sehr niedrig. Anschaulicher Indikator hierfür sei zum Beispiel die geringe Wassermenge im Erlachsee im Oberwald. Mit Naturverjüngung, Vielfalt bei Neupflanzungen, passenden Baumarten sowie kleinflächigen Strukturen sollen die Karlsruher Wälder jedoch fit für die Zukunft gemacht werden. „Der Waldumbau wird uns immer wieder beschäftigen“, betonte Umweltdezernentin Lisbach deshalb abschließend, „gerade in Bezug auf den Klimawandel.“

von pia veröffentlicht am 22.03.2019

Aktuelle TOP-Themen auf Durlacher.de

Europa- und Kommunalwahl 2019: Briefwahlbüro öffnet nach Ostern. Grafik: cg

Europa- und Kommunalwahl 2019: Briefwahlbüro öffnet nach Ostern

Wahlbenachrichtigungen kommen bis 24. April 2019 per Post.

Nächste Baustelle: Sperrung der Alten Weingartener Straße bis Ende September 2019. Grafik: TBA

Nächste Baustelle: Sperrung der Alten Weingartener Straße bis Ende September 2019

Erneuerung der Brücke des Pfinzentlastungskanals – Umleitungen für Kfz- und Radverkehr.

Die Organisatoren Edgar Müller (l.), Karlheinz Raviol und Samuel Degen (r.) zusammen mit Ortsvorsteherin Alexandra Ries. Fotos: cg

Bereits über 30 Künstler für DURLACH-ART zugesagt

Am 6. und 7. September 2019 soll Durlach ganz im Zeichen der Kunst stehen.

Uniformierte Kräfte der Polizei unterstützen die Schwerpunktkontrollen. Foto: VBK

Polizei und VBK setzen gemeinsame Schwerpunktkontrollen fort

Bereits zum siebten Mal haben die Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) und die Polizei eine gemeinsame...

Polizei Karlsruhe. Foto: cg

Unbekannte Männergruppe begeht Sachbeschädigungen in Killisfeld

Nicht nur, dass eine sechsköpfige Gruppe Männer am Sonntagmorgen (14. April 2019) gegen 4 Uhr eine...

Die Samenmischung „Wilde Welt“ wird auf dem Wochenmarkt in Durlach verteilt. Fotos: pm/cg

„Wir lassen Karlsruhe blühen“ – auch Durlacher Wochenmarkt dabei

„Wir lassen Karlsruhe blühen“ ist eine gemeinsame Aktion des Karlsruher Blumengroßmarktes und der...

„Bewegte Apotheke“ in Durlach. Foto: om

Saisonstart 2019 der Bewegten Apotheke

Wieder Fitness für Ältere und Einsteiger geboten.

Das „Torwächterhaus“ in der Ochsentorstraße. Foto: cg

Stadt erwirbt „Torwächterhaus“

Gemeinderat beschließt Kauf des Anwesens an der Ochsentorstraße / Spenden aus der Bürgerschaft und...

Herzsportgruppen sind zunehmend in ihrer Existenz durch den Mangel an Ärzten gefährdet. Fotos: INI

Karlsruher Herzsport steuert auf Krise zu: Viele Gruppen suchen dringend begleitende Ärzte

Die Rahmenvereinbarung Rehasport sieht vor, dass alle Herzsportgruppen von einem Mediziner...

Gestaltungsidee von Architekt Mirko Felber: Freigelegter Torbogen und die Nordmauer als erhaltenes Teilstück des Vortores des ehemaligen Durlacher Ochsentors. Mit den neu hinzugefügten Dachgauben könnte man das Dachgeschoss noch besser ausnutzen. Grafik: Felber / Arbeitskreis Stadtbild Durlach

Torwächterhaus am Ochsentor – ehemaliges Wohnhaus der Familie Gültling

Der Lokalhistoriker Robert Gültling aus Hohenwetterbach, geboren 1932 in Durlach, berichtet in...

Alle Neuigkeiten aus Durlach auf www.durlacher.de