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Neu gegründeter Arbeitskreis widmet sich dem Durlacher Stadtbild

Die Gründungsmitglieder des AK Stadtbild Durlach (v.l.): Pitt Nordwig, Jürgen Leitz, Ullrich Müller, Robin Cordier, Barbara Schmalenbach, Günther Malisius, Mirko Felber. Foto: pm

Die Gründungsmitglieder des AK Stadtbild Durlach (v.l.): Pitt Nordwig, Jürgen Leitz, Ullrich Müller, Robin Cordier, Barbara Schmalenbach, Günther Malisius, Mirko Felber. Foto: pm

Innerhalb des Historischen Vereins konstituierte sich vor wenigen Tagen der Arbeitskreis „Stadtbild Durlach“.

Als Vorsitzender und Ansprechpartner für die Bürgerschaft wurde Robin Cordier gewählt. Als Mitglied im Verein „Stadtbild Nordbaden“ verfüge er über „herausragende Kompetenz für die die Erhaltung historischer Bausubstanz“, so der neu gegründete Arbeitskreis in seiner Mitteilung.

Der Arbeitskreis hat sich zum Ziel gesetzt, den Charakter des historischen Durlacher Stadtbildes als Gesamtensemble zu erhalten und auch in der Vergangenheit geschlagene Wunden nach Möglichkeit wieder zu heilen.

„Aktuell gilt es vordringlich, den Abbruch des Torwärterhäuschens in der Ochsentorstraße zu verhindern, genauso wie der geplante Flachdach-Neubau der Schloss-Schule, der als Ersatz der jetzigen abbruchreifen Stahlbeton-Pavillions vor der Karlsburg dienen soll“, so der Arbeitskreis weiter.

Seit 1992 steht die Durlacher Altstadt unter Denkmalschutz, wobei es der Karlsruher Bauverwaltung immer wieder gelänge, den Denkmalschutz gezielt auszuhebeln. Jüngste Beispiele seien das „Schweizerhaus“ in der Karl-Weyser-Straße und das Bauvorhaben „Amtshausstraße 21a“. Jetzt sei das Torwärterhäuschen dazu gekommen. Nach über einem Jahr Verhandlung mit der Bauherrschaft informierte die Bauverwaltung den Ortschaftsrat, der das Vorhaben absegnen soll. In der Vergangenheit hatten sich Mitglieder des Ortschaftsrates über solche unsensiblen Vorgehensweisen mehrfach beschwert und dabei bei Eingriffen in das historische Stadtbild auf ihr Anhörungsrecht verwiesen.

Aber auch die Durlacher Bevölkerung hat ein primäres Mitspracherecht bei der Erhaltung des Stadtbildes. Entsprechend der Gemeindeordnung ist die Verwaltung gehalten, die Einwohner über wichtige Planungen, die das „kulturelle Wohl“ der Einwohner nachhaltig berühren, über die Ziele, Zwecke und Auswirkungen dieser Planungen in Einwohner-Versammlungen zu unterrichten. Dieses Recht müsse die Bevölkerung einfordern, so der Arbeitskreis: „Es besteht die Gefahr, dass in wenigen Jahren vom Flair der Altstadt nicht mehr viel übrig bleibt. Gerade die heimelige Ausstrahlung der romantischen Gassen lockt nicht nur viele Besucher an, sondern macht die Altstadt auch für uns Einwohner immer wieder liebens- und lebenswert.“

Die Gründungsmitglieder des AK „Stadtbild Durlach“ bestehen auf das Mitspracherecht der Bürgerschaft in Angelegenheiten der Stadtgestaltung. Es habe sich gezeigt, dass die Erhaltung der historischen Bausubstanz leider nicht allein durch das Denkmalrecht geregelt werden kann, sondern es muss durch die Bauleitplanung gelöst werden. Die im Entwurf seit Jahren vorliegende Gestaltungssatzung und der Bebauungsplan müssten jetzt endlich rechtsgültig verabschiedet werden.

Weitere Informationen

Die nächste Versammlung des AK findet am Mittwoch, 27. Juni 2018, um 19.30 Uhr In der ASV-Gaststätte statt. Die Bürger sind hierzu eingeladen. Für Auskünfte steht Robin Cordier unter nordbaden(at)stadtbild-deutschland.org zur Verfügung.

Freundeskreis Pfinzgaumuseum – Historischer Verein Durlach auf www.durlacher.de

von pm/cg veröffentlicht am 12.06.2018

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