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Verleihung des Karl-Gustav-Fecht-Preises an Gerda Schneider

Gerda Schneider vor ihrer Galerie in der Zunftstraße. Foto: pm

Gerda Schneider vor der Galerie in der Zunftstraße. Foto: pm

Der Freundeskreis Pfinzgaumuseum – Historischer Verein Durlach vergibt den Karl-Gustav-Fecht-Preis 2015 an Gerda Schneider.

Alle zwei Jahre vergibt der Freundeskreis Pfinzgaumuseum – Historischer Verein Durlach den Karl-Gustav-Fecht-Preis an eine Person oder Institution, die sich um den Erhalt des kulturellen Erbes unsrer Heimat verdient gemacht hat.

In diesem Jahr geht der Preis an Gerda Schneider von der Galerie Schneider–Sato in der Durlacher Zunftstraße. In den 60-er Jahren des letzten Jahrhunderts forderte der Zeitgeist – gerade auch unter Oberbürgermeister Klotz, der das gesamte Karlsruher Dörfle für Neubauten abreißen ließ – das „alles Alte“ weg muss. So verkamen die Altstadthäuser in Durlach und viele Hausbesitzer wollten ihr Altstadthaus verkaufen. Man überließ die alten Häuser Gastarbeitern oder Studenten, bis sie endgültig abrissreif waren. Das erste Haus, das fachgerecht saniert wurde, war dann das Haus von Gerda Schneider und ihrem Mann. Die Kleintierstallungen im Hinterhof ihres Hauses in der Zunftstraße wurden abgerissen. Neuzeitliche sanitäre Anlagen ersetzten die Waschschüsseln und die Trockenklos.

Das Ehepaar gründete den „Durlacher Ring“, ein Arbeitskreis unabhängiger Experten, in dem Empfehlungen für die Erhaltung und Belebung der Durlacher Altstadt ausgearbeitet wurden. 1970 eröffnete man eine Galerie, in der bekannte Künstler ausgestellt wurden. Viele Fernsehaufzeichnungen und Artikel  in Zeitungen von ganz Deutschland, u.a. auch in „Die Zeit“, berichteten hierüber. Mit großem Staunen sahen die Altstadthaus-Besitzer, was man aus den alten Häusern machen kann und auf welch großes Interesse durch den Zulauf viele Besucher das renovierte Anwesen stieß. Das Haus in der Zunftstraße war also mit ein Anstoß für einen Wandel des Zeitgeistes. Inzwischen war es chic geworden, in die renovierten Häuser zu ziehen.

Gerda Schneider aber gab sich damit nicht zufrieden. Bis heute kämpft sie um den Erhalt unseres kulturellen Erbes: In ihrer Zunftstube finden regelmäßig Veranstaltungen statt. Vor einigen Jahren sorgte sie dafür, dass am Tag des offenen Denkmals viele Altstadthäuser geöffnet wurden und die vielen Geldspenden für das Lapidarium im Schlossgarten verwendet wurden. Ihr neuestes Projekt ist die „Amorette“, ein ovales gelb-rot-gelbes Schild an den alten Gebäuden, das einige Fakten zur Geschichte des jeweiligen Hauses aufzählt.

Der Karl-Gustav-Fecht-Preis wird am Mittwoch, 22. April 2015 um 19 Uhr im Pfinzgaumuseum vergeben, anlässlich des „Geselligen Museumsabends“. Anschließend wird ein ehemaliger Mitarbeiter von Gritzner-Pfaff über seine frühere Arbeit berichten, wozu alle Interessierten herzlich eingeladen sind.

Weitere Informationen

Freundeskreis Pfinzgaumuseum – Historischer Verein Durlach e.V. auf www.durlacher.de

von gum veröffentlicht am 18.04.2015

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