Mit Müh und Not wurden die Baugruben in der Grötzinger Straße und am Marktplatz zum „Durlacher Fest-Wochenende“ geschlossen. Doch am Montag (21. September 2026) dieser Woche rückte der nächste Bautrupp früh morgens an und riss die Pfinztalstraße auf – direkt vor der Kerwe!
Baustelle direkt vor den Kerweständen
„Der Zeitrahmen für die verschiedenen Teilprojekte ist eng gesteckt, denn die Gesamtbaumaßnahme soll möglichst bis zum Beginn der Weihnachtszeit und dem Weihnachtsmarkt in Durlach Ende November abgeschlossen sein“, teilten die Verkehrsbetriebe (VBK) auf Nachfrage von Durlacher.de mit.
Der Beginn der Baumaßnahmen im Bereich der Haltestelle Schlossplatz sei auf Wunsch des Stadtamtes Durlach mit Rücksicht auf den verkaufsoffenen Sonntag bereits um einige Tage verschoben worden. Für den neu terminierten Baubeginn hätten die Baufirmen entsprechend erneut beauftragt beziehungsweise ihre Arbeiten neu eingetaktet werden müssen.
VBK wollten um einen halben Tag verschieben
Die VBK bedauern, dass es durch die Baumaßnahmen an der Haltestelle Schlossplatz für „einige Kerwe-Schausteller zu Beeinträchtigungen durch Lärm und Schmutz gekommen“ sei. Man habe kurzfristig angeboten, die lärmintensiven Baumaßnahmen direkt vor den Kerwe-Ständen erst ab 12 Uhr durchzuführen. Dies sei nach Rücksprache mit den Schaustellern nicht in Anspruch genommen worden.
Kerwe-Termin offenbar nicht eingeplant
Jetzt fällt das dritte Septemberwochenende als Durlacher Kerwetermin nicht gerade vom Himmel. Es ist also nicht überraschend, dass die Kerwe an diesem Ort und in diesem Zeitraum stattfindet, doch offensichtlich war das für die Planer des Schienenaustauschs anders.
Getroffen hat es die Stände an der Pfinztalstraße: Direkt vor ihnen wurde gegraben. Lärm, Dreck und Staub verhinderten am Montag den Betrieb der gastronomischen Unternehmen. Da nutzte auch ein Verschieben der lärmintensiven Arbeiten auf den Mittag nichts. Mit dem Ergebnis, dass die Betriebe vorzeitig abbauten – und auch die anderen Stände mit Kinder- und Kettenkarussell am Nachmittag einpackten, wie Kurt-Manuel Kießling von der „Badischen Reisegastronomie“ erläuterte.
„Etwas mehr Feingefühl“ wäre angebracht
Natürlich ist die Wartung der Infrastruktur wichtig. Doch etwas mehr Feingefühl und Kenntnis von lokalen Zusammenhängen darf von den Planern schon erwartet werden. Der Zeitrahmen für das Projekt hat schließlich ein festes Ende: Am 25. November startet der Weihnachtsmarkt in Durlach. Bis dahin muss die Maßnahme beendet sein – ohne Wenn und Aber!




















