Dass der Ausbau des Gleisnetzes durch den KVV Probleme verursachen wird, kann als notwendige Übel vielleicht hingenommen werden. Wenn jedoch eine besonders schutzwürdige Personengruppe so krass benachteiligt wird, wie dies nachfolgend vorgetragen wird, kann man dieses Verhalten nicht mehr einfach hinnehmen.
Besuchen Sie doch bitte den Bahnhof in Durlach und folgen mir in den Zugangsbereich für den KVV mit seinen Straßenbahnen und S-Bahnen: Dazu nehmen Sie bitte den aussenliegenden Aufzug und fahren in den Untergrund. Gehen Sie bitte in den Zugangsbereich Gleis 12 und Gleis 11, in diesem Abschnitt erfolgt der Verkehr des KVV in Durlach. Beide Gleise erreichen sie ausschließlich über eine steile Rampentreppe mit mehr als 35 Treppenstufen. Einen Aufzug gibt nicht. Alle Personen, die nach Durlach kommen oder Durlach verlassen, steht nur dieser Weg zur Verfügung.
Menschen mit eingeschränkter Mobilität oder Menschen mit Kinderwagen haben hier keine Chance!
Im Klartext bedeutet dies aber, dass Menschen mit Behinderung und Menschen mit einem Kinderwagen Durlach mit dem öffentlichen Nahverkehr weder besuchen noch verlassen können! Für mich und für viele weitere Betroffene hat dies fatale Auswirkungen. Wir besuchen das hervorragende Therapiezentrum am Schlossplatz in Durlach. Ich persönlich habe Parkinson in einer besonderen Variante PSP. Eine unheilbare Krankheit, die nur die Symptome lindern kann. Die Therapeuten in Durlach sind hier vertraute Wegbegleiter, die nicht so einfach zu ersetzen sind.
Der KVV ist hier in der Verantwortung dieser Menschen. Die Würde des Menschen ist ein wichtiges Merkmal unserer Demokratie und dieses gilt auch in besonderer Weise für Menschen mit Behinderung.






















