Naturnahe Rasenflächen fördern die Artenvielfalt

Das Stehenlassen kleiner Grasinseln- oder streifen leistet einen Beitrag zum Artenschutz. Foto: Eva Vogel / Stadt Karlsruhe, GBA

Das Stehenlassen kleiner Grasinseln- oder streifen leistet einen Beitrag zum Artenschutz. Foto: Eva Vogel / Stadt Karlsruhe, GBA

Ab dem Frühjahr beginnt die Gartensaison und damit auch die Saison des Rasenmähens. Häufiges Mähen und Kurzhalten des Rasens ist jedoch nicht insektenfreundlich.

Durch die ständige Störung des Lebensraums und die Entnahme des Futterangebotes geht die Menge an Insekten drastisch zurück. Das fehlende Blühen der Gräser und – falls vorhanden – der Kräuter macht den Rasen unattraktiv für nektarsammelnde Insekten wie beispielsweise Wildbienen.

Wer nicht ganz auf den kurzen Rasen verzichten möchte, was häufig auch mit dem Schutz vor Zecken zusammenhängt, kann durch das Stehenlassen kleiner Grasinseln- oder streifen schon einen Beitrag zum Artenschutz leisten. Dorthin können sich vorhandene Insekten und Kleinsäuger zurückziehen. Ein Rotieren dieser Inseln sorgt dafür, dass der Rasen an diesen Stellen nicht verwildert. Zusätzlich sollte die Mähhäufigkeit so weit wie möglich minimiert und eine möglichst hohe Schnitthöhe gewählt werden.

Artenreiche Blumenwiese einfach gestalten

Darüber hinaus kann ein Zierrasen oder zumindest Teile davon auch mit wenigen Mitteln in eine artenreiche Blumenwiese umgewandelt werden. Dabei muss nicht der ganze Rasen abgehoben, umgegraben und teuer neu eingesät werden. Die einfachste Möglichkeit ist, mit dem Vertikutierer Lücken in die Grasnarbe zu reißen, sodass im Boden vorhandene, wilde Samen keimen können. Durch selteneres Mähen und das Blühenlassen der vorhandenen Arten kann ein langfristig positiver Effekt entstehen. Diese Methode ist einfach und braucht nur etwas Geduld. Wichtig ist das Aushagern des Bodens. Wer früher häufig gedüngt hat, sollte dies nun einstellen. Viele der in Karlsruhe heimischen Wildblumen brauchen nämlich nährstoffarme Böden. Düngung sorgt dafür, dass nur wenige Arten den Bestand prägen und alles andere dominieren. Im Allgemeinen gilt: je magerer, desto artenreicher.

Weitere Informationen

Der Umwelt und Artenschutz der Stadt Karlsruhe informiert auf seiner Webseite (siehe Links) über weitere einfache Mittel zum Erhalt der biologischen Vielfalt vor der eigenen Haustür. Fragen können gerne per E-Mail an umwelt-arbeitsschutz(at)karlsruhe.de eingereicht werden.

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