Der Durlacher Journalist Matthias Meier berichtet über das Leben und Werk eines berühmten Durlachers in einem Vortrag.
Ein Durlacher auf dem Mond – kann nicht sein, oder?
Und ob! Georg von Reichenbach ist wahrscheinlich der unbekannteste, bekannteste Sohn der Stadt und der einzige Durlacher, der es bis auf den Mond geschafft hat.
In Durlach erinnern nur noch ein Straßenname und eine versteckte Gedenktafel an Reichenbachs Verdienste für die „Kunst Erde und Himmel zu vermessen“. Auch das vielen Durlachern noch bekannte „Reichenbach Stüble“ im ehemaligen Gasthaus zum Adler ist längst verschwunden. Tatsächlich traf sich der hochbegabte Durlacher Mondfahrer schon im zarten Alter von 19 Jahren mit James Watt, dem Erfinder der Dampfmaschine, und spezialisierte sich danach zusammen mit seinem Freund Joseph von Fraunhofer auf den Bau von Messgeräten, die von den größten Mathematikern und Astronomen seiner Zeit hochgeschätzt wurden.
Ganz nebenbei revolutionierte das Multitalent Reichenbach noch den Bau von Pipelines und entwarf neue Antriebsmaschinen, bevor er dann mit Unterstützung von zwei Berliner Astronomen tatsächlich auf dem Mond gelandet ist.
Anlässlich des 200. Todestages von Georg von Reichenbach folgt Matthias Meier in seinem Bild-Vortrag dem abenteuerlichen Lebensweg von Georg von Reichenbachs, erzählt von seinen Begegnungen mit den Größen seiner Zeit, erläutert seine wichtigsten Erfindungen und erkundet, warum Reichenbach trotz seiner „Mondlandung“ heute fast völlig in Vergessenheit geraten ist.
Der Eintritt ist frei, Spenden willkommen.
Zum Referenten
Matthias Meier ist technischer Journalist und im Vorstand des Kulturvereins Orgelfabrik. Er nimmt sich gern den ungewöhnlichen Kapiteln der Durlacher und Karlsruher Geschichte an – seien es Kuckucksuhrenerfinder, alte Bahnhöfe oder markgräfliche Planetarien. Begonnen hat diese Vorliebe mit einem Vortrag über den „Durlacher auf dem Mond“, den er nun in einer leicht aktualisierten Fassung neu präsentiert.
















