Bereits im November hätten die Verkehrsbetriebe mitgeteilt, dass es „im Zuge der Umstellung vom bisherigen auf das neue System“ zu „kurzzeitigen Ausfällen in der Darstellung der Fahrgastinformation auf den Fahrgastinformationsanzeigern kommen“ könnte (siehe Artikel zum Thema).
Die Fraktion möchte nun wissen, weshalb die Behebung der technischen Probleme länger als ursprünglich angekündigt dauert: „Wurden vor der Systemumstellung wichtige Vorbereitungen zu technischen Voraussetzungen und Funktionsweisen nicht ausreichend getroffen?“ lautet eine Anfrage an das Karlsruher Rathaus. Immerhin wurde im Januar 2026 mitgeteilt, dass Anzeigen und Ansagen im Stadtbahntunnel ab Kalenderwoche 5 wieder funktionieren sollten; weitere Verbesserungen dann schrittweise bis Ende Februar eintreten sollten. Doch die Störungen dauern an, „ohne dass eine vollständige Behebung des Problems in Sicht ist“, so die Fraktion. Dazu möchte die Fraktion wissen, warum der Anbieter der digitalen Anzeigesysteme seitens der AVG gewechselt wurde – und wie hoch die bisherigen Gesamtkosten der Störungen seit November 2025 seien: „Welche weiteren Kosten kommen bis zur vollständigen Behebung des Problems voraussichtlich noch hinzu?“
Dass dieser Umstand Nutzerinnen und Nutzer stark nervt, ist keine Frage. Wenn Service und Verlässlichkeit im ÖPNV nicht vorhanden sind, geht die Akzeptanz erfahrungsgemäß massiv nach unten – und Fahrgäste, auch potenzielle, nutzen Alternativen der Mobilität. Gerade auch mit Blick auf das politische gewollte Ziel, den ÖPNV zu stärken und für Menschen attraktiver zu gestalten, brauche es eine schnellstmögliche Wiederherstellung der umfassenden Funktionsfähigkeit. „Bis wann sollen die Probleme vollständig behoben sein?“ lautet daher die Frage der Fraktion: „Mit welchem Zeitraum rechnet der KVV noch bis zum zuverlässigen Betrieb der digitalen Monitore?“
Dass das Thema keine Raketenwissenschaft ist, steht außer Frage: Zwischenzeitlich konnte ein KIT-Student Abhilfe schaffen – und stellte eine von ihm entwickelte Website kostenfrei der Öffentlichkeit zur Verfügung, die Echtzeit-Abfahrten und Verspätungen an den jeweiligen Haltestellen anzeigt (siehe Links). „Da vor diesem Hintergrund jedoch nicht der Eindruck der Überforderung des KVV als öffentliches Unternehmen mit der primären Verantwortung und Aufgabe der Daseinsvorsorge entstehen sollte, müssen nun endlich zuverlässige Lösungen gefunden werden“, moniert die Fraktion – und stellt auch die Frage, weshalb die Kommunikation seitens des KVV bisher so ungenau und spärlich sei: „Weshalb verweigert man Auskünfte gegenüber der Presse und Öffentlichkeit?“
















