Unbekannte Täter geben sich hier in betrügerischer Absicht als Finanzexpertinnen oder -experten aus und verursachen hohe finanzielle Schäden. Allein in den vergangenen Wochen wurden Geschädigte im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Karlsruhe um rund 2,5 Millionen Euro betrogen. Die Ermittler gehen darüber hinaus von einem großen Dunkelfeld aus, da mutmaßlich nicht jede Straftat der Polizei gemeldet wird.
Wie gehen die Betrüger vor?
Die Täter kontaktieren ihre Opfer meist über private Nachrichten oder in themenbezogenen Gruppen der Messengerdienste. Oft werden professionelle Webseiten, gefälschte Handelsplattformen oder manipulierte Screenshots von angeblichen Gewinnen eingesetzt, um eine Seriosität vorzutäuschen. Nach ersten Einzahlungen werden die Opfer mit der in Aussichtstellung höherer Rendite zu weiteren Überweisungen gedrängt. Es erfolgen zwar zum Teil geringe Gewinnauszahlungen, diese dienen jedoch hauptsächlich dazu, die potentiellen Opfer zu weiteren Einzahlungen zu bewegen. Eine Auszahlung der vorgetäuschten hohen Gewinne erfolgt jedoch nie.
Die Polizei warnt daher eindringlich:
- Lassen Sie sich nicht zu Geldanlagen über Messengerdienste oder soziale Netzwerke verleiten.
- Seien Sie skeptisch bei Versprechen hoher Renditen ohne Risiko; solche Angebote sind in der Regel unseriös.
- Überprüfen Sie Anbieter und Plattformen über offizielle Finanzaufsichtsstellen wie die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin, siehe Links).
- Leisten Sie keine Vorauszahlungen und geben Sie keine persönlichen Daten preis.
- Erstatten Sie umgehend Anzeige, wenn Sie Opfer eines solchen Betrugs geworden sind.
- Weitere Informationen und aktuelle Warnmeldungen finden Sie unter:
www.polizei.de und www.bafin.de
















