Nachdem aus einer Wohnung Hilferufe gemeldet worden waren, alarmierte die Leitstelle die Feuerwehr zu einer Notfalltüröffnung.
Die Einsatzkräfte wurden gegen 14.50 Uhr verständigt und trafen wenige Minuten später am Einsatzort ein. Vor Ort konnten die gemeldeten Rufe zunächst jedoch keiner konkreten Wohnung zugeordnet werden. Da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich eine Person in einer Notlage befand, entschied sich die Feuerwehr zum schnellen Handeln.
Über ein geöffnetes Fenster verschaffte sich ein Trupp mithilfe einer Steckleiter Zugang zu der betroffenen Wohnung im ersten Obergeschoss. Dort trafen die Einsatzkräfte auf die ältere Bewohnerin der Wohnung. Zu ihrer Erleichterung – und der aller Beteiligten – war die Frau unverletzt und wohlauf.
Die Ursache für die vermeintlichen Hilferufe stellte sich wenig später als ebenso überraschend wie harmlos heraus: Nicht die Bewohnerin hatte um Hilfe gerufen, sondern ihr Papagei. Der gefiederte Mitbewohner hatte offenbar lautstark menschliche Rufe imitiert und damit die Aufmerksamkeit auf sich gezogen.
Weitere Maßnahmen durch die Feuerwehr waren nicht erforderlich. Der Einsatz konnte bereits wenige Minuten später beendet werden. Insgesamt waren acht Kräfte der Berufsfeuerwehr sowie die Polizei vor Ort.
Der Vorfall zeigt einmal mehr, dass Notrufe auch bei ungewöhnlichen Umständen ernst genommen werden. In diesem Fall sorgte der Einsatz zwar für einen tierisch kuriosen Hintergrund, doch die Feuerwehr betont, dass bei gemeldeten Hilferufen grundsätzlich von einer möglichen Gefahrensituation ausgegangen werden muss.
Für den Papagei endete der Nachmittag vermutlich mit etwas mehr Aufmerksamkeit als gewöhnlich – und mit dem inoffiziellen Titel des wohl überzeugendsten „Notrufers“ der Stadt.


















