Die Behälter quellen teilweise über, daneben liegen – wie zuletzt etwa in der Alten Weingartener Straße, an der Raumfabrik oder am Blumentor – große Mengen an Kleidung rund um die Container verteilt. Zudem sind die Türen der Behälter offenbar immer wieder aufgebrochen, häufig findet sich im Umfeld zusätzlich weiterer Müll. Das Problem: Die meist noch gut erhaltenen Kleidungsstücke, die in Tüten eingeworfen werden, werden herausgezogen, durchwühlt und verschmutzt. Kurzum: Eine Weitergabe oder Second-Hand-Nutzung ist so in vielen Fällen kaum noch möglich.
Das steckt hinter den Problemen
Die Altkleidercontainer werden grundsätzlich regelmäßig durch das „Team Sauberes Karlsruhe“ (TSK) geleert. Derzeit seien die Behälter nach Angaben des „TSK“ an vielen Standorten jedoch stark ausgelastet und teilweise schon kurze Zeit nach einer Leerung wieder vollständig gefüllt. Aktuell werde mit Hochdruck daran gearbeitet, die Situation zu verbessern – unter anderem durch Sondereinsätze, „um Standorte spürbar zu entlasten“, so das „TSK“. Auslöser sei die derzeit angespannte Situation auf dem Textilmarkt. Viele private Sammelanbieter sowie karitative Organisationen hätten ihre Containerstandorte „in den vergangenen Monaten reduziert oder vollständig aufgegeben“. Gleichzeitig hätten neue gesetzliche Vorgaben zur getrennten Sammlung von Alttextilien zu einem deutlichen Anstieg der Sammelmengen geführt.
Sensoren sollen Leerungen verbessern
Parallel arbeite das „TSK“ an einer Weiterentwicklung des Leerungskonzepts. Derzeit werden rund 40 Füllstandsensoren an Altkleidercontainern in einem erweiterten Praxistest erprobt: „Diese ermöglichen eine bedarfsgerechtere Steuerung der Leerungen, sodass Einsätze künftig noch gezielter geplant und die verfügbaren personellen sowie logistischen Ressourcen effizienter eingesetzt werden können.“
Alternative: Wertstoffstation nutzen
Wer sicherstellen möchte, dass abgegebene Kleidung nicht aus Containern herausgezogen, durchwühlt oder verschmutzt wird, kann seine Alttextilien direkt zur Wertstoffstation in der Maybachstraße bringen. Dort befinden sich auf dem städtischen Gelände ebenfalls Altkleidercontainer, die in der Regel zudem auch weniger stark ausgelastet sind als viele öffentliche Sammelstellen.















