Die Stiftung geht auf das Vermächtnis der Durlacherin Renate Achtmann zurück, die im Dezember 2024 im Alter von 83 Jahren verstorben ist. Sie hatte der Stadt Karlsruhe ihr Wohnhaus mit der Auflage vermacht, dieses zu verkaufen und aus dem Erlös eine Stiftung zu errichten. Der Verkauf erbrachte rund 530.000 Euro. Gemeinsam mit weiteren Mitteln startet die Stiftung mit einem Vermögen von rund 550.000 Euro. Die als Verbrauchsstiftung angelegte Stiftung wird über einen Zeitraum von rund 33 Jahren Fördermittel ausschütten. Die Verwaltung übernimmt die Stadt Karlsruhe.
Diese Einrichtungen können von der Stiftung profitieren
Jährlich werden 2.000 Euro fest an das Hospiz- und Palliativnetzwerk Arista vergeben. Weitere 15.000 Euro werden projektbezogen in Einzelbeträgen zwischen 500 und 3.000 Euro ausgeschüttet.
Förderfähig sind insbesondere:
- soziale Institutionen, Vereine, Schulen und Kindergärten in Durlach,
- die Sozialstation ASB Baden-Württemberg,
- das Musikforum Durlach,
- Durlacher Turnvereine,
- die Bürgergemeinschaft Untermühl- und Dornwaldsiedlung,
- die Evangelische Stadtkirche Durlach sowie
- der Förderverein Freibad Wolfartsweier.
Die Stiftung fördert Projekte aus den Bereichen Jugend- und Altenhilfe, Bildung, Sport, Kunst und Kultur, Gesundheit, Religion sowie bürgerschaftliches Engagement. Über die Vergabe der Mittel entscheidet die Stadtkämmerei der Stadt Karlsruhe nach Prüfung der eingereichten Projektvorhaben.
Engagement für Durlach lebt weiter
Bereits zu Lebzeiten engagierte sich Renate Achtmann regelmäßig für Vereine und soziale Einrichtungen, insbesondere in Durlach. Häufig erfolgte dies auch im Namen ihres Sohnes Ralf, der 2014 überraschend verstarb und dem die Unterstützung gemeinnütziger Einrichtungen ebenfalls ein besonderes Anliegen war.
Mit der neuen Stiftung wird dieses Engagement langfristig fortgeführt. Der Gemeinderat der Stadt Karlsruhe hat die Errichtung der rechtlich unselbstständigen Ralf-und-Renate-Achtmann-Stiftung Ende Juni 2026 beschlossen. Künftig erhalten Durlacher Einrichtungen damit eine weitere Möglichkeit, finanzielle Unterstützung für konkrete gemeinnützige Projekte zu beantragen.















