Die SCHLOSSLICHTSPIELE Karlsruhe befassen sich im Weinbrenner-Jahr 2026, dem 200. Todesjahr des Karlsruher Architekten und Stadtbaumeisters Friedrich Weinbrenner, mit den Themen Architektur und Stadtraum. Unter dem Motto „Lightyard Stories: Visionen urbaner Lebensräume“ feiern die SCHLOSSLICHTSPIELE Karlsruhe die Architektur der UNESCO City of Media Arts Karlsruhe und das Leben und die Kultur, die sie hervorbringt.
Drei neue internationale Shows
Auch in diesem Jahr ermöglicht der BBBank-Award im Projection Mapping, der zum sechsten Mal ausgelobt wurde, drei neue Shows internationaler Künstlerinnen und Künstler. Aus insgesamt 118 Einreichungen konnten sich Henry Hu (Singapur) mit „MIR∆GE“, Metanoia Creatives (Tschechien) mit „Metabolism“ und Studio Moebius X Three Oscillators (Indien) mit „RE:STRUCT“ gegen die hochwertige internationale Konkurrenz durchsetzen. Alle drei Bewerbungen, die mit ihren unterschiedlichen Bildwelten die Vielfalt des Projection Mappings zeigen, erhielten je 15.000 Euro Preisgeld zur Umsetzung ihrer Konzepte für die SCHLOSSLICHTSPIELE Karlsruhe. Am Eröffnungsabend – Donnerstag, 13. August 2026 – wird das Publikum per Live-Voting vor Ort zudem aus den drei Gewinnern den BBBank Public Award als Publikumspreis wählen. Das Preisgeld für den Publikumspreis beträgt 5.000 Euro.
100 Jahre Berufsfeuerwehr Karlsruhe „On Fire“
Anlässlich des Jubiläums „100 Jahre Berufsfeuerwehr Karlsruhe“ bringt der Karlsruher Medienkünstler Jonas Denzel, dessen Arbeit unter anderem auch die beliebte interaktive SCHLOSSLICHTSPIELE-Show „Hands On“ und das BeamBike umfasst, die vielfältigen Aufgaben der Karlsruher Berufsretter auf die Schlossfassade (siehe „Artikel zum Thema“). „On Fire“ hat sowohl actionreiche als auch ruhige Momente und zeigt, wie jeder Einsatz, jede Geste und jedes Geräusch Teil eines großen Ganzen ist.
„OceanDiverCity“ macht auf Korallenriffe aufmerksam
Ebenfalls in Karlsruhe tätig ist der Animationskünstler Moritz Schneider. Er erzählt in „OceanDiverCity“ die Geschichte vom Wiederaufbau beschädigter Korallenriffe aus der Sicht eines Tauchers. Die Show ist anlässlich des 10-jährigen Jubiläums des größten lebenden Korallenriffs Deutschlands im Staatlichen Museum für Naturkunde Karlsruhe entstanden und soll auf die Bedrohung maritimer Lebensräume durch Zerstörung und Umweltverschmutzung aufmerksam machen. Partnerin der Show ist die Umweltschutzorganisation „WeDoOcean e.V.“, die sich um die Rettung von Korallenriffen bemüht.
Summer School in der UNESCO City of Media Arts
Eine weitere Show, die in diesem Sommer auf dem Karlsruher Schloss zu sehen sein wird, wird das Ergebnis internationaler kreativer Zusammenarbeit sein. Zum zweiten Mal kommen auf Einladung des ZKM 15 internationale Kreative zur Summer School in der UNESCO City of Media Arts zusammen und entwickeln gemeinsam unter Leitung des interdisziplinären Kreativstudios ruestungsschmie.de eine Projektion zur Musik von Sonic Art. Das Ergebnis ist ab dem 5. September auf dem Karlsruher Schloss zu sehen.
„connecting worlds“
Zum vierten Mal fördert der dm-Award „connecting worlds“ Ideen, die das Digitale mit dem Analogen, die Schlossfassade mit der Karlsruher Innenstadt, verbinden. Gewonnen hat den mit 10.000 Euro dotierten dm-Award 2026 das russischstämmige Künstler-Duo Yulia Mashkova und Grisha Mumrikov mit seiner Arbeit „Fragile Homes“, die die bürokratische Erschöpfung der modernen Gesellschaft untersucht und diese in Zusammenhang mit Fluchterfahrungen und Fluchtrouten stellt. Das digitale und analoge Kunstwerk besteht aus einem Videomapping auf der Schlossfassade und Skulpturen am Prinz-Max-Palais, die gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern in einem offenen Workshop entstehen.
Auch die „dm-Schlossmaler“ sind wieder mit dabei: Im Rahmen des Malwettbewerbs von dm-drogerie markt wurden aus einer Vielzahl von Einreichungen zwölf beeindruckende Kunstwerke von Kindern im Alter von 3 bis 12 Jahren ausgelost, die ihre eigenen Visionen eines lebenswerten Stadtraums der Zukunft eingereicht haben. Die Beiträge, die in einer gemeinsamen Projektion auf dem Schloss zu sehen sein werden, zeigen, wie sich die Kinder ein schönes und harmonisches Zusammenleben in der Stadt vorstellen.
SCHLOSSLICHTSPIELE Light Festivals
Zum zweiten Mal wird die Evangelische Stadtkirche am Marktplatz im Rahmen des SCHLOSSLICHTSPIELE Light Festivals zum Schauplatz für Medienkunst. Nach der Premiere im vergangenen Jahr zeigt in diesem Sommer der Karlsruher Medienkünstler und Softwareentwickler Nikolaus Völzow „Echo einer Ordnung“, eine audiovisuelle Rauminszenierung zu Weinbrenners Verbindung von Architektur und Stadt. Die Installation, die das Werk des Karlsruher Stadtbaumeisters mit den Mitteln moderner Medienkunst lebendig macht, wird auf großen LED-Leinwänden, die auch tagsüber sichtbar sind, sowie durch Projektionen an die Innenwände realisiert.
Ermöglicht wird „Echo einer Ordnung“ durch die Unterstützung des Freundeskreis SCHLOSSLICHTSPIELE Karlsruhe e.V. Der von engagierten Persönlichkeiten aus der Stadtgesellschaft, aus Wirtschaft, Kultur und Handel im vergangenen Jahr gegründete Freundeskreis hat sich zum Ziel gesetzt, Spenden zu sammeln, um die Qualität und Vielfalt der SCHLOSSLICHTSPIELE in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten zu erhalten, das Veranstaltungsformat weiterzuentwickeln und dabei den niedrigschwelligen, das heißt auch kostenfreien, Zugang zum Karlsruher Sommerhighlight zu erhalten – Infos und Spendenmöglichkeiten siehe Links.
Zwei weitere Medienkunst-Installationen des SCHLOSSLICHTSPIELE Light Festivals sind ab dem 13. August im Karlsruher Stadtraum zu finden: In der Karl-Friedrich-Straße (Ecke Kaiserstraße) zeigt die KME eine extra für Karlsruhe adaptierte Version von Tom Biddulphs „One way or another“ – Verkehrs- und Baustellenschilder erzählen, über fünf Masten erstreckt, ein kleines Gedicht. Im Schaufenster von GALERIA (Kaiserstraße) ist „Light up Weinbrenner“ zu sehen: Hölzerne Modelle von Werken und Entwürfen Weinbrenners werden nach Einbruch der Dämmerung mit einer Projektion von Kento Tomiyoshi bestrahlt und eröffnen neue Blickwinkel auf das historische Erbe des Karlsruher Stadtbaumeisters.
„Media art is here“
Parallel zu den SCHLOSSLICHTSPIELEN verwandelt die Medienkunstausstellung „Media art is here“, kuratiert vom Kulturamt der Stadt Karlsruhe, vom 13. August bis 13. September 2026 öffentliche Plätze, Fassaden und Schaufenster in eine digitale Bühne, die Installationen, Videos und Performances sowie interdisziplinäre Projekte präsentieren. Die Ausstellung ist kostenfrei und offen für alle, was eine breite Plattform für den Austausch und die Teilhabe an zeitgenössischer Medienkunst ermöglicht. Führungen werden zudem angeboten (siehe „Artikel zum Thema“).




















