Schon kurz nach Beginn der Aktion füllte sich der Spielplatz mit zahlreichen Familien. Kinder liefen aufgeregt umher, suchten eifrig nach den versteckten Schätzen und riefen immer wieder stolz „Gefunden!“. Die fröhliche Stimmung und das gemeinsame Erlebnis machten die Veranstaltung zu einem vollen Erfolg.
Gemeinschaftliches Engagement vor Ort
Neben Spiel und Spaß nutzte die Bürgergemeinschaft die Gelegenheit, um mit den Anwohnerinnen und Anwohnern ins Gespräch zu kommen. Im Mittelpunkt stand dabei ein Thema, das viele Menschen in der Region bewegt: die geplante Gütertrasse der Bahn und deren Auswirkungen auf die umliegenden Wohngebiete.
Kritik an aktueller Trassenplanung
Bereits im Jahr 2022 hatte der Gemeinderat einstimmig den Bau einer Tunnellösung gefordert. Diese wurde von der Bahn zwar geprüft, jedoch aus Kostengründen verworfen. Stattdessen sieht die aktuelle Planung eine oberirdische Streckenführung in Troglage vor, die quer durch das Kleingartengebiet Mastweide verlaufen soll.
Für viele Anwohner hätte dies weitreichende Konsequenzen: Die vollständige Zerstörung der Mastweide sowie mögliche Auswirkungen auf den ohnehin hohen Grundwasserstand bereiten große Sorgen. Schon heute sind feuchte Keller in der Dornwaldsiedlung keine Seltenheit. Hinzu kommen technische Herausforderungen, etwa die notwendige Verlegung des Abwasserkanals Landgraben unter die geplanten Gleise mittels eines sogenannten Dükers. Insbesondere bei Starkregen befürchten Bürger mögliche Rückstauprobleme.
Forderung nach einer Tunnellösung wächst
Ein weiteres Argument der Bürgerinitiative betrifft die Nutzung der Strecke: Nach Einschätzung der Engagierten müssten lediglich etwa zehn Prozent der Züge den Güterbahnhof anfahren, während der Großteil des Transitverkehrs von einer unterirdischen Streckenführung profitieren könnte.
Inzwischen hat sich im Stadtteil Weiherfeld-Dammerstock eine Bürgerinitiative gegründet, die sich für die Tunnellösung einsetzt. Die Bürgergemeinschaft aus der Dornwald- und Untermühlsiedlung unterstützt diese Initiative aktiv. Bereits während der Ostereiersuche konnten innerhalb kurzer Zeit über fünfzig Unterschriften gesammelt werden.
Weitere Aktionen geplant
Das Engagement soll auch in den kommenden Wochen fortgesetzt werden. So plant die Bürgergemeinschaft, beim Historischen Spaziergang durch die Untermühlsiedlung am 25. April sowie beim anschließenden Bürgertreffen am 26. April 2026 weitere Unterschriften zu sammeln.
Die gelungene Kombination aus nachbarschaftlichem Miteinander und bürgerschaftlichem Engagement zeigt: Auch gesellige Anlässe können eine wichtige Plattform für den Austausch über zentrale Zukunftsfragen der Region bieten.




















