Im Ortschaftsrat gab es diese Woche im Bürgersaal des Durlacher Rathauses den jährlichen Bericht über das Pfinzgaumuseum. Die Besucherzahlen seien mit rund 11.300 fast wieder auf dem Vor-Corona-Niveau (12.000), berichtete Dr. Ferdinand Leikam, Leiter der Historischen Museen der Stadt Karlsruhe. Auch die Sonderausstellungen kamen im vergangenen Jahr beim Publikum an. Ob „Mit Gespür für den Moment“ mit Bildern des Durlacher Fotografen Walter Schnebele, „Brummi, Monza und Milano“ oder „Achtung Zugdurchfahrt“ im Advent: Sie alle stießen auf großes Interesse (siehe Artikel zum Thema).
Die Fortführung der Brandschutzmaßnahmen sorgten zwar dafür, dass ein Teil der Räumlichkeiten in der Karlsburg geschlossen sind, doch seien die Maßnahmen zu begrüßen, so der Museumsleiter. Auch die Aktionen wie das Museumsfest im Mai oder der Kindertag im September „kamen jeweils sehr gut an“. Das Museum sei auch mit den neuen Formaten erfolgreich – ob „Escape Game“, das seit Januar anlaufe und das Museum für eine jüngere Zielgruppe erlebbar mache, oder das geförderte Projekt „Museum im Koffer“, das sich an Menschen mit Einschränkungen richtet. Dieses Angebot wurde bislang in über zehn pflegerischen Einrichtungen gebucht – und stoße auf sehr positive Resonanz, so Dr. Leikam. Dabei gehe es mit Mitmach-Aktionen auch um die Vermittlung von Geschichte aus zum Beispiel Kindheit und Schule: Es gebe Sachen zum Anfassen, Lieder würden gesungen. „Es ist ein abgestimmtes Angebot auf die Bedürfnisse der Betrachter und Nutzer“, erläuterte Dr. Leikam: Das Angebot erfreut sich steigender Nachfrage, mittlerweile auch außerhalb von Durlach.
„Es war ein erfolgreiches Jahr für das Pfinzgaumuseum“
Das Pfinzgaumuseum widmet sich Vergangenheit und Gegenwart von Durlach, bildet Stadtgeschichte in der Dauerausstellung und durch Sonderausstellungen ab. Die Sammlung wurde auch im vergangenen Jahr wieder durch Schenkungen aus Privatbesitz und Vereinen erweitert, dazu werde die Sanierung der Samurairüstung finanziell unterstützt. „Es war ein erfolgreiches Jahr für das Pfinzgaumuseum“, so Dr. Leikam, der in diesem Kontext auch den zahlreichen Leihgebern, dem Freundeskreis, Sponsoren und ehrenamtlichen Helfern für ihre Unterstützung dankte. Ausblickend ging der Museumsleiter auf das Jahr 2026 ein: Die Ausstellung über das Badische Train-Bataillon endet im September, danach steht eine Ausstellung mit Gemälden an, die Durlach-Motive zeigt. Dazu kommen das Museumsfest und der Kindertag, sowie die Eisenbahn-Ausstellung wieder. Der Ortschaftsrat – über alle Fraktionen hinweg – dankte dem engagierten Team des Museums.






















