Der Durlacher Schlossgarten als älteste öffentliche Gartenanlage in Karlsruhe lag über viele Jahre gewissermaßen in einem Dornröschenschlaf. Die historischen Bezüge konnten zwar in Teilen noch erlebt werden, aber der kleine Park wirkte mehr wie ein Wäldchen und weniger wie eine bewusst gestaltete Gartenanlage.
Von 2009 bis 2015 konnten behutsam und in Schritten die Potentiale und Qualitäten dieses für Durlach sehr wichtigen Naherholungsraums wieder hergestellt und weiterentwickelt werden. Heute präsentiert sich der in seiner Größe sehr überschaubare Park in einer erstaunlichen Vielfalt und Aufenthaltsqualität. Ein anschließend bearbeitetes Parkpflegewerk beinhaltet unter anderem die Leitlinien für die zukünftige Entwicklung.
Im Vortrag von Garten- und Landschaftsarchitekt Thomas Henz, der von 2009 bis 2015 im Gartenbauamt Karlsruhe die Umgestaltung zusammen mit den Durlacher Gärtnerinnen und Gärtnern durchgeführt hat, werden die Historie das Parks, der Umgestaltungsprozess und dessen Leitvorstellungen sowie das Parkpflegewerk beleuchtet. Ein Blick auf das Durlacher Stadtgrün und dessen mögliche Entwicklungsperspektiven rundet das Thema ab.
Zum Referenten
Thomas Henz ist in Düsseldorf geboren und aufgewachsen. Der Neubau der dortigen Rheinbrücken hat ihn bereits als Kind fasziniert und zum Städtebau und zur Grünenplanung geführt. Henz studierte die Landespflege, heute Garten- und Landschaftsarchitektur, an der damaligen TU Hannover. Von 1981 bis 2017, nach Tätigkeiten in Freiburg und Hannover, war er im Gartenbauamt Karlsruhe für die städtebauliche und die konzeptionelle Grünplanung sowie für Sonderplanungen tätig. So betreute er u.a. den Landschaftspark Rhein und den Durlacher Schlossgarten und war darüber hinaus auch für den Freiraumentwicklungsplan für Karlsruhe zuständig.
In besonderem Maß interessieren ihn die historischen und gestalterischen Aspekte des Stadtgrüns. Im Rahmen von Führungen, Gartenreisen und Vorträgen versucht er, den Menschen diese Qualitäten zu vermitteln und die Augen für das bewusste Erleben von Parks, Gärten und Landschaft zu öffnen.
Der Eintritt ist frei, Spenden willkommen.


















