Starkregen kann jeden treffen. Im Sommer 2025 kam es in Karlsruhe zu einem Starkregenereignis, das in mehreren Stadtteilen zu Überflutungen führte. So kam es am 1. August 2025 bei einem lokalen Unwetter insbesondere in den Stadtteilen Mühlburg und Knielingen zu Überschwemmungen im Siedlungsbereich und zahlreiche Keller liefen voll Wasser.
Die Erfahrung zeigt: Wer vorsorgt, kann größere Schäden am Gebäude und auf dem Grundstück verhindern. Die Stadtverwaltung Karlsruhe hat deshalb im Frühsommer 2025 Starkregengefahrenkarten im Internet veröffentlicht (siehe „Artikel zum Thema“). Auf diesen Karten kann man gebäudescharf sehen, welche Flächen in Karlsruhe besonders betroffen sein können. Die Karten zeigen sowohl mögliche Wassertiefen als auch Fließrichtungen und Geschwindigkeiten des Wassers bei drei verschiedenen Starkregenszenarien. Auf Grundlage dieser Informationen kann man für das eigene Gebäude und Grundstück rechtzeitig Vorsorgemaßnahmen planen und treffen.
Bei Starkregen nur kurze Vorwarnzeit
Von Starkregen spricht man, wenn innerhalb kurzer Zeit in einem lokal sehr begrenzten Bereich Niederschläge von hoher Intensität und Menge auftreten. Hierdurch kann es örtlich zu Überschwemmungen kommen. Meist gibt es keine oder nur sehr kurze Vorwarnzeiten. Im Gegensatz zum „klassischen“ Hochwasser von Fließgewässern kann Starkregen überall auftreten. Aufgrund des Klimawandels wird erwartet, dass solche Ereignisse in Zukunft vermehrt auftreten und intensiver werden. Es gibt jedoch wirksame Vorsorgemaßnahmen, die Schäden an Gebäuden und Einrichtung verringern oder ganz vermeiden können. Diese Schutzmaßnahmen werden ebenfalls online (siehe Links) und in der Informationsveranstaltung vorgestellt. Zudem wird dort über das richtige Verhalten während eines Starkregens informiert.
Kommunales Starkregenrisikomanagement
Die Stadt Karlsruhe hat die Gefahr durch Starkregen schon länger im Blick und verschiedene Vorsorgemaßnahmen in ihrer eigenen Zuständigkeit getroffen. Darunter fallen die Ertüchtigung von Regenwasserrückhaltebecken und Entwässerungssystemen, die Förderung der Versickerung von Regenwasser und der Bevölkerungsschutz für den Katastrophenfall. Die neuen Starkregengefahrenkarten sind Bestandteil des kommunalen Starkregenrisikomanagements, das derzeit mit Förderung des Landes Baden-Württemberg erstellt wird und welches Grundlage für ein kommunales Handlungskonzept sein wird.
















