Im Turmbergbad kamen im vergangenen Jahr 118.000 Gäste, in diesem Jahr waren es durch die „wetterbedingte Situation“ 109.000. Das Durlacher Bad sei ein „tolles Freibad“, bei dem es erfreulicherweise in diesem Jahr auch keine Zwischenfälle gab. Besucherinnen und Besucher seien mit den Mitarbeitern dort wie eine große Familie: „Es passt!“
„Eine Sanierung macht keinen Sinn“
Die Bäderbetriebe haben ein Gutachten machen lassen, bei dem die Hallenbäder Grötzingen, Neureut und Durlach genauer unter die Lupe genommen wurden. Das Weiherhofbad könne mittelfristig nicht mehr betrieben werden, denn viele Millionen Euro müssten für den Erhalt investiert werden, erläuterte Sternagel: „Eine Sanierung macht keinen Sinn.“ Das zuständige Dezernat kümmere sich bereits um das Thema Neubau eines Bades in Durlach.
Da es zum Beispiel bei der Technik jedoch einen Bestandschutz für die Anlage gebe, könne das Weiherhofbad noch einige Zeit betreiben werden, doch wenn diese erneuert werden müsse, „ist es Fass ohne Boden!“ Es sei zwar ein älteres Bad, aber funktional und gut nachgefragt, „das belegen auch die Besucherzahlen mit rund 62.000 in diesem wie im vergangenen Jahr“. Wo es nötig ist, werde es Maßnahmen geben, unter anderem Brandschutzmaßnahmen oder Betonschäden im Keller, die gesichert werden.
Der Zuschuss-Bedarf liege bei 9,40 Euro/Person im Weiherhofbad, bei 7,62 Euro im Turmbergbad. „Wir wollen die Bäder erhalten, denn sie gehören zum Leben in der Stadt.“
Campingplatz: Übernachtungssteuer sei kontraproduktiv
Der Campingplatz Durlach ist längst ein städtisches Aushängeschild, der gut und überregional nachgefragt werde, bei etwa gleichbleibenden Übernachtungszahlen, von rund 33.000. „Doch das Problem ist die Übernachtungssteuer, das ist kontraproduktiv“, so Sternagel – und blickte auf 2026, wo es wirtschaftlich enger werden könne. Demnächst werde im Eingangsbereich des Campingplatzes ein Fundament errichtet, dort kommt dann der neue modulare Eingangsbereich hin – mit unter anderem Eingangsgebäude, Duschen, WC, Shop. Bis März/April soll die rund 2 Millionen teure Investition fertig sein (siehe „Artikel zum Thema“).
Aus den Reihen der Ortschaftsräte kamen einige Fragen: Dabei ging es um Kontrollen im Nichtraucherbereich (Frage von Dirk Müller, CDU – Antwort Sternagel: „Es wird regelmäßig kontrolliert.“) Der drohende Verlust des Weiherhofbads mache Sorge, gerade wegen dem Schulsport. Wie es denn in Sachen Kombibad stehe? (Frage von Martin Pötzsche, Grüne – Antwort Sternagel: „Der Prozess ist unterwegs, doch die Grundstücksfrage ist nicht geklärt. Wir könnten Gas geben, wenn wir das Grundstück hätten. In alte Bäder muss investiert werden, doch lieber wäre es uns, das neue Bad angehen zu können.“ Jedoch betonte Sternagel, dass aufgrund techischer Defekte in den vergangenen Jahren das Weiherhofbad nicht geschlossen war.) Wie die „Citytax“ bei Besuchern ankomme – und was davon nach Durlach zurückkomme? (Frage von Dr. Stefan Noé, FDP – Antwort Sternagel: Ein repräsentative Befragung wurde noch nicht durchgeführt, doch bislang komme von einer gut fünfstelligen Summe, die in den städtischen Haushalt fließe, kein Geld nach Durlach zurück, wie Ortsvorsteherin Alexandra Ries erläuterte.)
Erfreulich sei das friedvolle Miteinander im Turmbergbad: Da herrschte Einigkeit bei allen Ratsmitgliedern.















