Viele kennen das alte Durlach mit seinen Straßen, Gassen und bekannten Gebäuden. Doch nur wenige wissen, welche interessante Geschichte die vorgelagerte Untermühlsiedlung, das sogenannte „Brüchle“ verbirgt! Dieses Wohngebiet, heute Sitz eines Drogeriegiganten wird im Nordosten durch die Autobahn A5, im Westen durch die Durlacher Allee und im Süden sowohl durch die alte B10 als auch die Schienenstränge des Bahnhofs Durlach begrenzt. Das Wohngebiet besteht aus vier Straßen und ist grundsätzlich in zwei Teile gegliedert – das Wohngebiet der Karlsruher Volkswohnung und den „alten Teil“, ausgehend von der denkmalgeschützten Unteren Mühle. Hier stehen Privathäuser, die vor dem Zweiten Weltkrieg gebaut wurden.
Im Vortrag von Brunhilde Horn geht es um die beiden ältesten Mühlen in Durlach, die erstmals um das Jahr 1400 genannt werden – die Untere Mühle und die Schleifmühle, in der die Waffenschmiede gearbeitet hatten und im Jahr 1985 abgebrannt ist. Brunhilde Horns Vorväter kamen um 1404 aus England und arbeiteten neun Generationen lang als Waffenschmiede in dieser Mühle. Die Untere Mühle war die Mehlmühle. Hier wurde das Wasser abgegraben, weil der Bahnhof gebaut und die Pfinz verlegt wurde. Dadurch verlor die Pfinz ihre Funktion. Im Jahr 1920 entschied der Gemeinderat der Stadt Durlach, dass das Gelände der Blotterwiese bebaut wird und so ist die Untermühlsiedlung entstanden.
Der Vortrag handelt von den Bewohnern der Siedlung, wann sie ihre Häuser gebaut haben und ihre Geschichte. Brunhilde Horn hat von fast jedem Haus ein Bild und wird zeigen, welche Geschäfte es hier mal gegeben hat und wer hier gelebt hatte.
Zur Referentin
Hobbyahnenforscherin Brunhilde Horn hat bereits Rundgänge durch die Untermühlsiedlung geführt, was sie dazu bewegt hat, ihren Vortrag für den Historischen Verein Durlach zu halten. Durch Interviews mit Menschen in Durlach aus der Siedlung hat sie die Informationen für ihren Vortrag zusammengestellt. Horn wohnt heute in der Dornwaldsiedlung, ist aber in der Untermühlsiedlung geboren und dort aufgewachsen. Mit ihrem Vortrag möchte sie die Siedlung und das Leben dort bekannter machen.
Der Eintritt ist frei, Spenden willkommen.
















