Auch in diesem Jahr stellten die Präsidenten Torsten Holzwarth (OKDF) und Michael Maier (FKF) die Neuerungen der Durlacher und Karlsruher Fastnachtsumzüge den Medien vor. Wieder war das mediale Interesse groß. Neben den Medienvertretern waren auch Tiefbauamt in großer Abordnung, Ordnungsamt, Verkehrsbetriebe und Polizei gekommen, um jeweils ihren Teil am sicheren Umzugsgeschehen darzustellen.
Es wurden ein paar Stellschrauben am Sicherheitskonzept gedreht, denn die nach wie vor angespannte Bedrohungslage bei Veranstaltungen dieser Art, habe sich ein wenig geändert. „Da sind wir bis vor einiger Zeit noch von möglichen Anschlägen mit Hilfe von großen Fahrzeugen, wie LKW ausgegangen, so haben aber die jüngsten Vorfälle wie der in München gezeigt, dass nun mehr auf kleine, wendige Fahrzeuge ausgewichen wird“, umriss Maximiliam Lipp, Leiter des Ordnungsamt der Stadt Karlsruhe die Situation. Entsprechend wurde der Schutz der Umzüge angepasst. „Alle Beteiligten tun ihr Bestes, doch einen 100%-igen Schutz kann niemand geben, sonst wären diese Art von Veranstaltungen nicht durchzuführen“. Lipp spricht dabei die Straßensperrungen an, die so mobil sein müssen, dass sie nach der Veranstaltung schnell wieder weggeräumt werden können, um den alltäglichen Verkehr zügig wieder zulassen zu können.
Zum Thema Mehrkosten antwortete FKF-Präsident Maier so nüchtern, wie es ihm zu dem Thema möglich war: „Wir haben mehr Aufwand, speziell was die interne und externe Kommunikation anbelangt.“ Und zum Thema GEMA erklärte er: „Den Umständen entsprechend sind wir als Fastnachtsverein in der glücklichen Lage, dass bereits vor Jahren der Bund Deutscher Karneval langfristige Rahmenverträge abgeschlossen hat, die wir als BDK-Mitglied noch stemmen können.“
Wichtig war Maier auch zu erwähnen, dass das Wurfmaterial, welches bei den Umzügen verteilt wird, keine Investition der Stadt ist, sondern von jedem teilnehmenden Verein selbst getragen wird. Los geht es in Karlsruhe am 4. März 2025 um 14.11 Uhr.
DURLACH, HELAU
Zwei Tage zuvor, am 2. März 2025, zieht ab 14.11 Uhr der närrische Lindwurm durch die Durlacher Straßen. „Wir sind mit neuem Team gut vorbereitet und freuen uns auf einen friedlichen Umzug“, konstatierte OKDF-Präsident Holzwarth. Zum 69. Fastnachtsumzug in Durlach werden über 65 Gruppen erwartet, die von der Rommelstraße über Auer-, Christoph-, Gritzner- und Pfinztalstraße zur Karlsburgstraße ziehen, wo sich der Zug dann auflöst.
„Wir haben wieder mehrere SOS-Inseln, ein Medical-Center in der Friedrichschule und einen Familienbereich im Rathausgewölbe eingerichtet“, vertiefte Holzwarth das Umzugsgeschehen, „und den Zug vom Rathausbalkon aus moderieren wird neben Roland Laue dieses Jahr auch KaGe 04-Ehrenpräsident Alexender Loesch, der die Fastnachtswelt recht gut kennt“.
Die Fastnacht beerdigen und verbrennen wird das OKDF zusammen mit seinen Mitgliedsvereinen und allen närrisch Interessierten am Dienstag, 5. März 2025, um 19.11 Uhr (Achtung: Neue Zeit) auf dem Durlacher Marktplatz. Hier wird auch der Rathausschlüssel zurückgegeben, so dass Ortsvorsteherin Alexandra Ries endlich wieder in ihr Rathaus kommt und bis zum 11.11. die Narrenkasse auffüllen darf.
Abschließend dankte Holzwarth ausdrücklich den anwesenden Ämtern, Behörden und Medien für die fruchtbare Zusammenarbeit: „Ohne sie alle würden wir ehrenamtlich Agierenden das alles nicht auf die Beine gestellt bekommen.“ Mit diesen Worten endete die Pressekonferenz und viele der Anwesenden blieben noch auf ein Schnitzel und einen Plausch im Narrenschell' Vereinsheim des Mühlburger Carnevals Gesellschaft.













