Kriminalpolizei warnt vor betrügerischen Tradingangeboten

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Die Kriminalpolizei Karlsruhe warnt aus aktuellem Anlass vor Betrügern, die im Internet mit angeblich lukrativen Investitionen locken und sich dabei fingierter Erfolgsgeschichten von Prominenten bedienen.

Allein in den vergangenen 14 Tagen (8. bis 22. August 2025) registrierte das Dezernat für Wirtschaftskriminalität des Polizeipräsidiums Karlsruhe mehrere Strafanzeigen wegen mutmaßlichen Anlagebetrugs mit dem Schwerpunkt "betrügerische Tradingportale" - der Gesamtschaden beläuft sich hierbei auf rund eine Million Euro.

Die Masche folgt oft demselben Muster

Geschädigte stoßen im Internet auf vermeintliche Produktempfehlungen von Prominenten, die meist als sogenannte Pop-ups erscheinen. Ohne deren Wissen und Zustimmung werden Namen und Bilder bekannter Politiker, Schauspieler, Unternehmer, TV-Moderatoren oder Sportler eingesetzt, um Seriosität vorzutäuschen und Vertrauen zu gewinnen. In fingierten Interviews oder erfundenen Zitaten berichten diese angeblich von "geheimen Investitionen", häufig in Krypto-Plattformen oder "revolutionäre Trading-Systeme", die hohe Gewinne versprechen.

Die täuschend echt wirkenden Webseiten drängen zur schnellen Investition. Meist beginnen Betroffene mit kleineren Beträgen von 200 bis 300 Euro, die jedoch rasch steigen. Tatsächlich fließt das Geld direkt an die Täter - ein Totalverlust ist die Folge.

Warnsignale, die Sie beachten sollten

  • Versprechen von „schnellem Reichtum ohne Risiko“
  • Werbung mit Prominenten (die von einem angeblichen Engagement nichts wissen)
  • Aufforderung zu sofortigen Überweisungen oder zur Preisgabe sensibler Daten
  • Fehlende Transparenz über handelnde Firmen oder Lizenzen

Die Kriminalpolizei appelliert

Lassen Sie sich nicht von hohen Gewinnversprechen blenden und seien Sie bei besonders lukrativen Angeboten skeptisch. Prüfen Sie stets, ob ein Angebot von einer regulierten Bank oder einem lizenzierten Finanzdienstleister stammt. Nutzen Sie die Beratungsangebote von Verbraucherzentralen, Stiftung Warentest/Finanztest, Ihrer Hausbank oder spezialisierten Anwälten. Holen Sie Vergleichsangebote ein.

Seien Sie zudem misstrauisch gegenüber angeblichen Produkt-Zertifizierungen oder frei erfundener Werbung mit prominenten Namen. Diese bieten weder Gewähr für Seriosität noch für sichere Kapitalanlagen. Überweisen Sie kein Geld an Unbekannte.

Im Zweifel wenden Sie sich vor einer Überweisung oder Zahlung an das Dezernat für Wirtschaftskriminalität des Polizeipräsidiums Karlsruhe unter 0721 666-5301 oder wählen Sie die 110.

Weitere Informationen

Weitergehende und umfassende Informationen zum Schutz vor Anlagenbetrug sowie Kontaktadressen von Beratungsstellen gibt es online (siehe Links).

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