Historischer Vortrag: „Durlacher Brunnen – Ein Streifzug durch mittelalterliche und digitale Welten“

Brunnen vor der Friedrichschule in der Durlacher Altstadt. Foto: cg

Brunnen vor der Friedrichschule in der Durlacher Altstadt. Foto: cg

Der Freundeskreis Pfinzgaumuseum – Historischer Verein Durlach e.V. lädt zu seiner nächsten Veranstaltung ein am Dienstag, 2. September 2025, um 19.30 Uhr im Bürgersaal des Durlacher Rathauses.

Der Vortrag von Uwe Faulhaber geht zunächst der Frage nach, wie die Wassersituation für Brunnen in Durlach vom Mittelalter bis 1871 war. Dabei geht er auch auf die Wassersituation in Karlsruhe ein, denn diese war bis 1871 eng verflochten mit der Situation in Durlach. Bereits 1824 erhielt der Wasserturm in Durlach eine neue Druckmaschine, um Karlsruhe mit Wasser aus der Durlacher Residenzquelle zu versorgen. Allerdings begannen zehn Jahre später unlösbare Probleme an der Druckleitung aufzutreten, die letztlich dazu führten, dass der großherzogliche Hof sich 1862 durch ein eigenes Wasserwerk am Ahaweg von der Wasserversorgung entkoppelte und Karlsruhe nach 1870/71 ein eigenes Wasserwerk im Durlacher Wald baute.

Im Anschluss zeigt er anhand von eigenen Bildern die zwölf schönsten Durlacher Brunnen und streift den Rest der Brunnen Durlachs.

Zum Schluss möchte der Referent den Zuhörern einen genaueren Einblick in das Brunneninformationssystem der Europäischen Brunnengesellschaft e.V. geben, in dem sich u.a. auch 46 nachgewiesene Brunnen von Durlach befinden.

Zum Referenten

Uwe Faulhaber hat sein Studium im Vermessungswesen an der Technischen Universität Karlsruhe in den 1960er Jahren abgeschlossen. In den 1970er Jahren hat er technische Vermessungen an archäologischen Stätten in Griechenland durchgeführt, sowohl auf der Insel Ägina für die Glyptothek und Antikensammlungen in München als auch bei den Ruinen der Stadt Komboti für das Deutsche Archäologische Institut.

Von 1978 bis 1997 hat Faulhaber die Stelle des Leiters für verschiedene techische Referate des Landesvermessungsamtes Baden-Württemberg inne, und zwar in den Bereichen Georäsie, Kartographie und Liegeschaftskataster. Während dieser Zeit verbrachte er auch zwei Jahre in Ägypten für die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ).

Von 1997 bis 2008 war er Leiter der Abteilung Geodäsie des Landesvermessungsamtes Baden-Württemberg in Karlsruhe.

Faulhaber engagiert sich seit 2004 in der Europäischen Brunnengesellschaft e.V. (EBG). Er war von 2007 bis 2011 Vorsitzender der Sektion Karlsruhe und von 2011 bis 2020 Vizepräsident der EBG.

Der Eintritt ist frei, Spenden willkommen.

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