Kampagne „Grund zu Garten“ der Stadt Karlsruhe startet

Der Ideenwettbewerb GreenACTIONS startet im Herbst 2023 . Grafik: motionmind.studio

Der Ideenwettbewerb GreenACTIONS startet im Herbst 2023 . Grafik: motionmind.studio

Zum Auftakt Ideen gesucht beim Wettbewerb GreenACTIONS.

Grüne Orte und Flächen im Innenstadtbereich übernehmen wichtige Funktionen: Sie schützen vor großer Hitze und können Niederschlag besser speichern als versiegelte Böden. Außerdem steigern sie die Wohnqualität aller Stadtbewohnerinnen und Stadtbewohnern. Um die Begrünung der Stadt als große gemeinsame Aufgabe aller Akteure stärker in den Fokus zu rücken, will die Stadt Karlsruhe die Besitzerinnen und Besitzer privater Flächen ansprechen und startet im Herbst 2023 die Kampagne „Grund zu Garten“ mit einem Ideenwettbewerb.

Wichtiger Beitrag zur Klimaanpassung

Allen Eigentümerinnen und Eigentümer wollen die Wettbewerbs-Initiatoren einen „Grund zu Garten“ liefern – also eine Motivation, ihr privates Grün in Karlsruhe zu erhalten, zu fördern und zu vermehren. Privates Grün sind etwa Eingangsbereiche und Vorgärten, aber auch Innenhöfe, Dachterrassen und Gärten auf Grundstücken, die nicht der Stadt gehören. Wer auf Balkonen und Terrassen gärtnert oder Fassaden und Dächer begrünt, tut etwas für sich, für andere und für die Umwelt. In ihrer Summe können diese kleineren Flächen viel bewirken: Sie können Regenwasser aufnehmen, die Luftqualität verbessern und leisten einen Beitrag für eine höhere Biodiversität. Damit tragen sie dazu bei, die Folgen des Klimawandels zu bewältigen und sind wichtiger Bestandteil der Karlsruher Klimaanpassungsstrategie. Ein großer Teil der Karlsruher Stadtfläche ist bereits grün – und mit jedem Stück privater Grünfläche kann dies gesteigert werden.

Ideenwettbewerb GreenACTIONS zeichnet Entwürfe aus

Interessierte können bis 31. Dezember 2023 online Konzepte einreichen, die zeigen, was nächstes Jahr an einem Gebäude oder auf der umgebenden Fläche an Begrünung geplant ist. Teilnehmen können sowohl Privatleute als auch Vereine, Institutionen und Unternehmen, sofern sie die Eigentumsrechte an der Aktionsfläche haben. Die Größe der Fläche ist dabei egal – auch Balkone, Dächer oder Fassaden sind zulässig. Zu Präsentationszwecken sollten die Teilnehmenden die Fläche zugänglich machen und das Projekt sollte im Stadtgebiet von Karlsruhe liegen. Die Umsetzung der eingereichten Idee soll im Frühjahr und Sommer 2024 realistisch möglich sein, entweder durch die Eigentümerinnen und Eigentümer selbst oder durch einen gewerblichen Auftragnehmer. Die besten Entwürfe belohnt die Stadt Karlsruhe mit 4.000 Euro und einem Umsetzungsworkshop.

Jury kürt die besten Vorschläge

Eine siebenköpfige Jury, bestehend aus Immobilienbesitzenden, Künstlerinnen und Künstlern sowie Vertreterinnen und Vertretern der Stadt Karlsruhe, sichtet die Einreichungen und kürt die drei Preisträgerinnen und Preisträger. Kriterien sind die gestalterische Qualität der Planung und Umsetzung, aber auch die naturnahe und ressourcenschonende Realisierung. Außerdem sollen die preisgekrönten Entwürfe andere Besitzerinnen und Besitzer dazu motivieren, es nachzumachen. Die Umsetzung der Vorhaben wird im kommenden Jahr medial begleitet, in Form von Text, Bildern und kurzen Videos. Auf der „Grund zu Garten“-Webseite können Interessierte ab Herbst 2024 nachlesen, was die Teilnehmenden (um)gebaut, welche Hürden sie gemeistert haben und wie das erste Grün einziehen durfte.

Worum geht es bei „Grund zu Garten“?

Das Projekt „Grund zu Garten“ will privates Grün in Karlsruhe erhalten, aber auch neu schaffen. Dafür hat sich bei der Stadt Karlsruhe eine ämterübergreifende Arbeitsgemeinschaft gegründet. Ihre Arbeit gliedert sich in drei Module:

In Modul 1 geht es darum, rechtliche Instrumente zu entwickeln, um Grünflächen auf privaten Grundstücken zu sichern. Zum Beispiel durch spezielle Bebauungspläne, die sogenannte Grünsatzung.

In Modul 2 werden planerische Instrumente (weiter)entwickelt, die privates Grün fördern. Denn jeder Quadratmeter Grün in der Stadt ist ein Beitrag zum Hitze- und Starkregenschutz und damit relevant für städtische Planungen der nächsten Jahrzehnte.

In Modul 3 wird schließlich an der Kommunikation gearbeitet, um möglichst viele Eigentümerinnen und Eigentümer zu motivieren, ihre Flächen zu begrünen. Im Zentrum steht dabei der Ideenwettbewerb. Das bereits existierende Förderprogramm zur Begrünung von Dächern, Fassaden und versiegelten Freiflächen der Stadt Karlsruhe wird weiterentwickelt und ausgeweitet. Praxisnahe Informationsveranstaltungen und ein digitaler Leitfaden für die Planung und Durchführung von Begrünungsmaßnahmen auf den Seiten der Stadt Karlsruhe stehen allen interessierten Eigentümerinnen und Eigentümer zur Verfügung.

Weitere Informationen

Anmeldung und Informationen

Die Stadt Karlsruhe sucht die besten Ideen, um Immobilien und Grundstücke in Privatbesitz zu grünen Oasen in der Stadt werden zu lassen. Bis spätestens 31. Dezember 2023 können Sie Konzepte einreichen (siehe „Links“), die zeigen, was nächstes Jahr an Ihrem Gebäude oder darum herum entstehen soll.

Der Wettbewerb GreenACTIONS wird von Urbane Gärten Karlsruhe gGmbH im Auftrag der Stadt Karlsruhe durchgeführt. Er wird über das Projekt GreenGROWnership finanziert, welches im Rahmen des Forschungsprogramms Experimenteller Wohnungs- und Städtebau (ExWoSt) des Bundesinstituts für Bau, Stadt und Raumforschung gefördert wird. Das Projekt wird als Modellvorhaben im ExWoSt- Forschungsfeld "Green Urban Labs II – Grüne Infrastruktur in der sich verdichtenden Stadt" durchgeführt.

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