Wetterdatensammlerinnen und -sammler für Karlsuher Pilotprojekt gesucht

Befestigung eines MeteoTrackers auf einem Fahrrad. Foto: Stadt Karlsruhe, Umwelt- und Arbeitsschutz

Befestigung eines MeteoTrackers auf einem Fahrrad. Foto: Stadt Karlsruhe, Umwelt- und Arbeitsschutz

Für das Sammeln von Wetterdaten benötigt die Stadtverwaltung die Unterstützung ihrer Bürgerinnen und Bürger. Interessierte können sich ab jetzt bis zum 16. Juli 2023 als Wetterdatensammlerinnen und -sammler bewerben und erhalten leihweise einen tragbaren Wettersensor (MeteoTracker), der bevorzugt an einem Fahrrad befestigt wird.

Die Teilnehmenden fahren mit diesem MeteoTracker auf ihren gewöhnlichen Strecken durch die Stadt und sammeln dabei Stadtklimadaten. Das Umweltforschungszentrum (UFZ) in Leipzig wird diese Daten für wissenschaftliche Zwecke nutzen, die Stadt Karlsruhe für Projekte der Klimaanpassung. Die Ergebnisse werden anonymisiert veröffentlicht.

Um die Stadt Karlsruhe besser an geänderte Klimabedingungen anzupassen, sind Erkenntnisse über das Stadtklima auf lokaler Ebene erforderlich. Das EU-geförderte Projekt CityCLIM hat zum Ziel diese Daten zu sammeln. Für Karlsruhe als Pilotstadt in diesem Projekt werden Wetter- und Klimadienste entwickelt, die speziell auf Städte zugeschnitten sind. Damit werden neue Erkenntnisse zu den lokalen Bedingungen gewonnen und die Planung für Extremwetterereignisse unterstützt. Die Erkenntnisse aus diesem Projekt sollen sowohl die Arbeit der Stadtverwaltung unterstützen und den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt zugutekommen.

20 MeteoTracker stehen bereit

Wer Interesse an der Klimawandelanpassung in Karlsruhe hat und eigene Wetterdaten erheben möchte, kann als Bürgerwissenschaftlerin oder -wissenschaftler im „Citizen Science“ Teil des CityCLIM-Projekts in Karlsruhe werden. Das Projekt stellt 20 MeteoTrackers bereit, womit von Mitte Juli bis Mitte September Stadtklimadaten wie Temperatur und relative Feuchte in der Stadt gesammelt werden können.

Weitere Informationen

Karlsruhe erlebt im Sommer häufig Hitzewellen und aufgrund des sogenannten Wärmeinseleffekts ist die Innenstadt nachts bis zu sieben Grad wärmer als das umliegende ländliche Gebiet. Das kann zu einer reduzierten Lebensqualität tagsüber und in der Nacht zu schlechterem Schlaf führen. Im Extremfall kann es schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben.

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