Ablagerung von Grünschnitt in freier Natur schadet der heimischen Biodiversität

Gartenabfälle besser in Laubsack, Grünabfall-Container oder Kompostieranlage entsorgen. Foto: cg

Gartenabfälle besser in Laubsack, Grünabfall-Container oder Kompostieranlage entsorgen. Foto: cg

Ablagerungen von Schnittgut und Grünabfällen an Wald- oder Gehölzrändern sowie die Pflanzung nicht-heimischer Gehölze außerhalb des Siedlungsbereichs schädigen die Artenvielfalt und sind teilweise auch verboten.

Seit 2020 ist das Ausbringen von Pflanzen in der freien Natur genehmigungspflichtig, wenn die Pflanzenart im betreffenden Gebiet nicht oder seit mehr als einhundert Jahren nicht mehr vorkommt.

Eingeschleppte Pflanzen verdrängen heimische Arten

Viele Zierpflanzen für den Garten sind keine heimischen Pflanzen. Durch die Ablagerung von Grünschnitt gelangen sie in die freie Natur. Dabei kann es vorkommen, dass sich diese Pflanzen außerhalb der Gärten etablieren und heimische Arten zurückdrängen. Pflanzenarten, welche in ein Gebiet eingeschleppt wurden, in dem sie nicht heimisch sind und in dem sie die heimischen Arten verdrängen, nennt man invasive Neophyten.

Die Ablagerung von organischem Material hat vielerorts bereits zu einer Anreicherung von Nährstoffen in Seen oder Gewässern, Schadstoffbelastung, Ausbreitung von nichtheimischen Tier- und Pflanzenarten und dadurch zu einem Rückgang der heimischen Artenvielfalt geführt.

Problempflanzen wie Mexikanisches Federgras, Bambusgewächse oder Lorbeerkirsche

Das Biodiversitätskonzept der Stadt Karlsruhe definiert Problempflanzen als diejenigen Pflanzen, deren Anpflanzung oder Ansaat sich in der Regel negativ auf die Biodiversität auswirken, beispielsweise das Mexikanische Federgras, Bambusgewächse oder die Lorbeerkirsche.

Einige Gartenpflanzen wurden durch Ablagerung von Grüngut in freier Natur bereits zu Problempflanzen. Man sollte daher auf das Ausbringen nicht-heimischer Zierpflanzen in die freie Natur verzichten, da viele dieser Arten einheimische Arten verdrängen und zu einem Verlust der Nahrungspflanzen, unter anderem für heimische Insekten führen.

Heimischen Pflanzen bieten ansprechende Alternativen

Auch wenn viele Neophyten und Problempflanzen dekorative Zierpflanzen sind, gibt es unter den heimischen Pflanzen genügend ansprechende Alternativen. Statt des Götterbaums bietet sich zum Beispiel die heimische Vogelbeere (Sorbus aucuparia) an. Statt des Japanischen Staudenknöterichs können sich Gärtnerinnen und Gärtner für das heimische Echte Mädesüß (Filipendula ulmaria) entscheiden.

Wer sich zu naturraum- und standorttypischen Pflanzen informieren möchte, wird auf der städtischen Website fündig (siehe Links).

Weitere Informationen

Wie lässt sich der Natur- und Artenschutz im eigenen Garten fördern?

  • Pflanzung naturraum- und standorttypischer Gehölze und Stauden
  • Naturnahe Gestaltung von Garten und Balkon
  • Stehenlassen kleiner Grasinseln beim Rasenmähen
  • Gartenabfälle in dafür vorgesehenen Sammelstationen entsorgen
  • Verzichten auf stickstoffbindende und wuchsstarke Arten wie die Luzerne (Medicago sativa agg.)

Weitere Informationen zu Natur- und Artenschutz in Karlsruhe finden sich auf der städtischen Internetseite (siehe Links). Der Umwelt- und Arbeitsschutz der Stadt Karlsruhe steht gerne beratend zur Verfügung.

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