Zensus 2022: Es geht los

Verlässliche Einwohnerzahl ist Grundlage für zahlreiche Regelungen. Foto: cg / Logo: pm

Verlässliche Einwohnerzahl ist Grundlage für zahlreiche Regelungen. Foto: cg / Logo: pm

Ausgewählte Einwohnerinnen und Einwohner erhalten bald Post von der städtischen Erhebungsstelle.

Elf Jahre nach der letzten Volks-, Gebäude- und Wohnungszählung in Deutschland findet zum Stichtag 15. Mai 2022 wieder ein bundesweiter Zensus statt. Damit folgt Deutschland einer Verordnung der Europäischen Union, die die Mitgliedstaaten zu dieser hoheitlichen Aufgabe verpflichtet. Auch in Karlsruhe sind knapp 20.000 Personen in Wohnungen und etwa 11.000 Bewohnerinnen und Bewohner in Wohnheimen und Gemeinschaftsunterkünften von den Personenbefragungen im Rahmen des Zensus betroffen. "Für Karlsruhe haben die Ergebnisse dieser großen statistischen Erhebung eine enorme Wichtigkeit", betont Bürgermeister Dr. Albert Käuflein.

Stichprobe alle zehn Jahre

Die Stadtverwaltung Karlsruhe sorgt für das gute Zusammenleben der Menschen in der Fächerstadt. Dazu muss sie wissen, wie viele Menschen im Stadtgebiet wohnen. Nur dann kann sie für Kindergärten, Schulen, Seniorenheime, Versorgungseinrichtungen, Sportanlagen, Kläranlagen, Bauplätze und vieles andere mehr in der richtigen Größe sorgen. Nur aufgrund einer korrekten Einwohnerzahl erhält die Stadt von Bund und Land zudem Geld für die Erfüllung ihrer Aufgaben.

Alle zehn Jahre wird deshalb überprüft, ob die fortgeschriebenen Einwohnerzahlen jeder Stadt in Deutschland noch richtig sind. Jetzt ist es wieder soweit. Der "Zensus 2022" findet in den nächsten Wochen statt. Dieser Zensus ist eine Volkszählung, bei der aber nur ein Teil der Bevölkerung gezählt wird, um Aufwand und Kosten zu reduzieren. Wer zu diesem Bevölkerungsteil, der "Stichprobe" gehört, zählt also für alle.

Deshalb ist es ganz besonders wichtig, dass alle Einwohnerinnen und Einwohner, die für diese Stichprobe ausgewählt worden sind, beim Zensus mitmachen. Dazu erhalten diese Personen in den nächsten Tagen Post von der Zensus-Erhebungsstelle der Stadt Karlsruhe, mit der sich eine Erhebungsbeauftragte oder ein Erhebungsbeauftragter für ein kurzes Gespräch ankündigt, in dem vor allem folgende Angaben abgefragt werden: Vorname und Nachname, Geschlecht, Geburtsdatum, Staatsangehörigkeit, Familienstand und Wohnstatus (Haupt- oder Nebenwohnung).

Erhebungsbeauftragte weisen sich aus

Bei einem Teil der Bevölkerung werden im Anschluss noch einige Angaben unter anderem zu Bildung und Erwerbstätigkeit sowie zum Beruf abgefragt. Dies geschieht entweder im Rahmen eines Interviews, oder die Erhebungsbeauftragten übergeben persönliche Zugangsdaten für einen Online-Fragebogen, mit dem alle Fragen zu beantworten sind. Auf Wunsch kann den Auskunftspflichtigen auch ein Papierfragebogen zum Selbstausfüllen ausgehändigt werden.

Alle rund 280 Erhebungsbeauftragten der Karlsruher Zensus-Erhebungsstelle sind auf den Datenschutz und die Geheimhaltung verpflichtet und besitzen einen Interviewerausweis, über den sie sich zusammen mit einem amtlichen Lichtbildausweis vor Beginn der Befragung legitimieren können.

Bürgermeister Dr. Käuflein dankt allen für die Zensusstichprobe ausgewählten Einwohnerinnen und Einwohnern schon jetzt sehr herzlich für ihre Mitwirkung, "denn sie leisten damit einen wichtigen Beitrag für unsere Stadt."

Statistisches Landesamt befragt zu Gebäuden

Zu Gebäuden mit Wohnraum und Wohnungen werden deren Eigentümerinnen und Eigentümer im Rahmen des Zensus 2022 durch das Statistische Landesamt Baden-Württemberg auf postalischem Weg befragt. Vollständige Angaben zur Gebäude- und Wohnungszählung sind für wohnungspolitische Entscheidungen und Maßnahmen ebenso wichtig.

Aufgrund der Bedeutung der Zensusdaten sind die Bürgerinnen und Bürger sowohl bei der Personenbefragung wie auch bei der Gebäude- und Wohnungszählung per Gesetz auskunftspflichtig.

Weitere Informationen

Ausführliche Informationen zum Zensus sind im Internet (siehe Lonks) zu finden. Für Fragen zur Personenerhebung steht die Zensus-Erhebungsstelle der Stadt unter der Durchwahl 0721 133-1288 (Fax: -1289) den Karlsruherinnen und Karlsruhern gerne zur Verfügung.

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