Führung durch die Durlacher Altstadt für Geflüchtete aus der Ukraine

Durlach-Führung für Geflüchtete aus der Ukraine. Fotos: sta

Durlach-Führung für Geflüchtete aus der Ukraine. Fotos: sta

Der vom Stadtamt Durlach und Durlacher Selbst e.V. etablierte wöchentliche Treff für Geflüchtete aus der Ukraine im ehemaligen Torwärterhaus erfreut sich großen Zuspruchs. Immer mittwochs haben Neuankömmlinge in der Ochsentorstraße 32 Gelegenheit, auf Landsleute zu treffen und sich zu informieren.

„Je länger der Krieg in der Ukraine dauert, desto klarer wird, dass viele Geflüchtete auf absehbare Zeit hierbleiben werden“, erklärt Roland Laue, Vereinsvorsitzender von „Durlacher Selbst“ und gleichzeitig Leiter der Abteilung Jugend und Soziales im Stadtamt Durlach. Dabei können sich die Organisatoren auf die Hilfe Ehrenamtlicher verlassen (siehe Artikel zum Thema). Zahlreiche Freiwillige begleiten die anstehenden Sprach- und Integrationskurse, der Durlacher Frauenchor steuert selbstgebackenen Kuchen bei und ehrenamtliche Dolmetscherinnen helfen, Sprachbarrieren zu überwinden. Längst beschränkt sich der Kontakt untereinander nicht mehr alleine auf die wöchentlichen Treffs. Um in ständigem Austausch zu bleiben, wurde bereits eine WhatsApp-Gruppe gegründet.

Die bisherigen Erfahrungen zeigten, „wie wichtig es ist, dass sich die geflüchteten Menschen nicht alleine fühlen, sondern jemanden haben, der sie individuell berät und an den sie sich mit ihren Sorgen und Nöten wenden können“, bilanziert Durlachs Ortsvorsteherin Alexandra Ries den ersten Monat der Treffen im Torwärterhaus. Dabei stehen neben Sorgen und Nöten der Menschen aus der Ukraine auch deren Wünsche im Blickpunkt. So etwa der nach einer Führung durch die Durlacher Altstadt, um mehr über die Stadt zu erfahren. Der Rundgang kam zustande. Wolfgang Semmler und Peter Nordwig brachten den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Durlachs Geschichte näher und sorgten für Begeisterung.

Ries und Laue sind überzeugt, dass die Solidarität mit den Menschen in und aus der Ukraine anhält. Noch lange seien die Geflüchteten auf die finanzielle Unterstützung von Bund, Land und Kommunen angewiesen. Aber auch auf „Mitmenschlichkeit“. Sie sei ebenso wichtig wie finanzielle Hilfen.

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