Historischer Vortrag: Vom Alltag der Postmeister, Kutscher und Kuriere

Badischer Postillion. Gemälde von Reinhard Sebastian Zimmermann (1815–1893), vor 1871. Quelle: Museumsstiftung Post und Telekommunikation

Badischer Postillion. Gemälde von Reinhard Sebastian Zimmermann (1815–1893), vor 1871. Quelle: Museumsstiftung Post und Telekommunikation

Die Posthaltereien in Durlach und Karlsruhe zu Beginn der Moderne. Lichtbildervortrag des Historischen Vereins am Dienstag, 5. Juli 2022, um 19.30 Uhr im Bürgersaal des Durlacher Rathauses.

Im Alten Reich wurden Posthaltereien als Familienbetrieb geführt. Nicht anders als bei Handwerk und Fürstenhäusern wurde das Amt des Postmeisters über mehrere Generationen weitergereicht. Gemeinsam mit der Poststation betrieben die Posthalter gewöhnlich in Personalunion ein florierendes Gasthaus. So auch in der Markgrafschaft Baden.

Dass ihr Amt zu einem soliden Einkommen führen konnte und gesellschaftliche Reputation und sozialen Aufstieg in Aussicht stellte, zeigt sich für das 18. und frühe 19. Jahrhundert am Beispiel Durlachs vor allem durch die Familie Herzog, die rund 100 Jahre lang ein fürstliches Privileg als Badische Landespostmeister besaß und das Gasthaus zur Blume bewirtschaftete.

Weiteren Familien gelang in der Nachfolgeresidenz Karlsruhe ein ähnlicher gesellschaftlicher Aufstieg. Mit dem Ende des Alten Reichs 1806 hatten die Posthalter sich im Großherzogtum Baden neuen Verwaltungsstrukturen zu fügen

Zum Referenten

Dr. Klaus Beyrer aus Durlach ist Kulturwissenschaftler und Germanist. Nach Studium und Promotion war er an wissenschaftlichen Einrichtungen und Museen tätig. Seine letzte berufliche Station von 1988 bis 2018 hatte er am Deutschen Postmuseum / Museum für Kommunikation in Frankfurt am Main. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten als Autor zählen unter anderen die Geschichte der Post und des Reisens. Mit Bezug zu Karlsruhe liegen Studien zu den Physikern Heinrich Hertz und Johann Lorenz Böckmann sowie zum Netz-Anbieter Web.de vor. Beyrer ist Verfasser zahlreicher Werke zur Post- und Kommunikationsgeschichte wie "Streng geheim. Die Welt der verschlüsselten Kommunikation" von 1999.

Der Eintritt ist frei, Spenden willkommen.

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